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Einführung
Seit 1995, als Schweden der Europäischen Union beitrat, sind über 500 Marken in Schweden erschienen. Ab 2002 gibt es bei A-Standardbriefen nur noch zwei Bereiche: Inland und Ausland. Bis dahin wurde nach Inland, Skandinavien, Europa und Übersee unterschieden.
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Die Ausgaben der späten 90er Jahre
Die wichtigsten Emissionen des Jahres 1995 waren die Freimarken "Haustiere", "Beeren", "Grußmarken", "EU-Beitritt", "Gebirgsblumen", "Straßenbahnen", "Kinderzeichnungen", "100 Jahre Kino" und "100 Jahre Alfred-Nobel-Testament". Für 1996 sind die Freimarken "Winterbeeren", "Wildtiere", die Sondermarken "50. Geburtstag König Gustav XVI. Adolf", "Schwedische Häuser", "Speisepilze" und "Grußmarken". Mit den "Sommermarken" und "Tag der Briefmarke" nahm man neue Themen in das Jahresprogramm auf.
Im Jahre 1997 erschienen in Schweden erstmals "Ostern"-Marken. Weitere Ausgaben waren die Freimarken "Nordische Arche I" und "Nordische Arche II", die Dauermarke "König Gustav XVI. Adolf" (ohne Werteindruck; seit 1994 gilt für Standardbriefe die Dringlichkeitsklasse "BREV", wobei die Nominale derzeit 5 Kr. beträgt), "Gartenblumen", "Fasanen" und "Klassische Automobile". Für 1998 sind die Ausgaben "Vom Aussterben bedrohte Tiere", "Valentinstag", "Modernes Museum", "Stockholm - Kulturhauptstadt Europas", "Backwaren" und "20. Jahrhundert I" (zu dieser Serie gab es in den Folgejahren weitere Ausgaben) zu erwähnen.
Das Jahr 1999 - das letzte Jahr des 20. Jahrhunderts - wurde philatelistisch durch die Emissionen "Chinesisches Neujahr", "Ostern", "100 Jahre Verband schwedischer Konsumgenossenschaften", "Öresundbrücke", "20. Jahrhundert II", "Briefmarkenausstellung TRALIA", "Einheimische Orchideen", "Fahrräder", "Schmetterlinge" und "Tierkreiszeichen" begangen. Als letzte Ausgabe erschienen die Marken "Begrüßung des Jahr 2000".
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EU-Mitglied Schweden
In den ersten Monaten des Jahres 2001 hatte Schweden eine sehr erfolgreiche EU-Ratspräsidentschaft inne, die die Haltung der Schweden gegenüber der Europäischen Gemeinschaft wieder zum Positiven änderte. Man war stolz, den Ministerpräsidenten Göran Persson neben europäischen Politikern wie Blair, Chirac und Schröder zu sehen. Mit großer Befriedigung nahm man auch das Lob für die schwedischen Aktivitäten zur Osterweiterung zur Kenntnis. Auch die Besuche des US-Präsidenten Bush und des russischen Präsidenten Putin in Göteborg bzw. Stockholm förderten das schwedische Selbstbewußtsein. Die Tatsache, daß der schwedische Ministerpräsident die Sitzungen der EU und des Europarates mit Drittstaaten und anderen Gemeinschaftsorganisationen, wie der Kommission und des Europäischen Parlaments leitete, ließ hoffen, daß schwedische Vorstellungen bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt würden.
Persson legte ein Programm "4 plus 2" vor, wobei die "Vier" für die Themen Umwelt, Gleichstellung, Transparenz der Entscheidungen in Europa und Beschäftigungspolitik stand. Die "Zwei" stand für die Osterweiterung und die Einbindung Rußlands. Besonders die Arbeitsmarktpolitik unter starker Berücksichtigung der Belange der Arbeitnehmer lag den Schweden sehr am Herzen. Dieses Problem wurde sogar auf einem Sondergipfel in Stockholm im März 2001 diskutiert. Die schwedische Umweltkommissarin Margot Wallström setzte sich für eine strengere Umweltpolitik ein. Ein erster Erfolg war die Göteborger Übereinkunft vom Frühjahr 2001, die vorsieht, daß Umweltfragen zukünftig in alle EU-Beschlüsse mit einfließen sollen. Am 25. März 2001 schloß sich Schweden dem Schengener Abkommen der EU an. Außerdem beschloß der Reichstag die Integration des schwedischen Korps in die vereinbarte EU-Eingreiftruppe. Auf schwedische Initiative geht auch die Aufnahme z. B. Zyperns, Estlands, Lettland, Litauens, Polens, Sloweniens, der Tschechei, der Slowakei, Maltas und Ungarns zurück. Im Mai 2004 wuchs die Gemeinschaft um zehn neue Mitglieder.
Heiß diskutiert wurde in Schweden auch der Beitritt zur Währungsunion. Im März 2000 hatte der Ministerpräsident sich für den Euro auf einem Parteikongreß stark gemacht. Er sah allerdings, daß eine Mehrheit im Volke nicht gesichert wäre, und beraumte deshalb auch noch keine Volksabstimmung an. Im Februar 2002 sahen Experten eine "leichte Mehrheit" der Euro-Befürworter im Lande. Der Beitritt zur Euro-Zone wurde allerdings im Jahre 2003 knapp von der Bevölkerung abgelehnt, so daß die Einführung des Euros in Schweden wohl leider noch einige Jahre auf sich warten lassen wird.
Bei den Wahlen zum EU-Parlament gab es zwar einen Wahlsieg der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SAP), die aber - wie überall in Europa - Verluste hinnehmen mußte. Auch in Schweden konnten die Grünen kräftig zulegen.
... wird fortgesetzt ...
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Die Ausgaben 2000-2004
Das neue Jahrtausend wurde mit den beiden Marken "Chinesisches Neujahr" eröffnet und es gab mit Block 15 (anläßlich der 1.000sten, von Czeslaw Scania gestalteten Briefmarke) nach langer Zeit auch wieder eine Blockausgabe. Weitere wichtige Ausgaben waren "20. Jahrhundert III", "Fertigstellung der Öresund-Brücke", der Zusammendruck "Früchte", die "Europa"-Marke 2000, "Olympische Sommerspiele" und "Himmelserscheinungen". 2001 wurden Marken zu den Themen "Kultur- und Naturerbe", "Hunde", "100 Jahre Nobelpreis", "Vögel in vier Jahreszeiten", "Lebensspender Wasser" und "Block 16" verausgabt.
Die Themen des Jahres 2002 waren die Comicfigur "Hästen Härfagre", "Eishockey-WM", "Block 17" (zu Ehren von Astrid Lindgren), "750 Jahre Stockholm", die "Europa"-Marken, "Glaskunst", "Sommer in Bohuslän" und "Motorsport". Für 2003 sind die Freimarken "Knoten", "Landhäuser" und "Sommerhäuser", die Ausgabe "Nationaler Sportbund", der Block 18 "Hl. Brigitta" und "Anna Lindh" zu nennen.
Im Jahre 2004 erschienen die Dauermarke "Schmiede", "Dalsland-Bauernhof", "Gotland-Bauernhof", "Skandinavisches Bauernhaus" und "Blekinge-Bauernhof".
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Die Innenpolitik
Führende Sozialdemokraten streben im 21. Jahrhundert eine Erneuerung des schwedischen Wohlfahrtsstaates an. Besonders Kjell-Olof Feldt, der unter Palme Finanzminister war, forderte im Herbst 2001 staatliche Entwicklungshilfen zur Förderung von Kleinunternehmern. Am November 2001 beschloß ein sozialdemokratischer Parteikongreß, daß in Schweden wieder das Recht aller in der Wohlfahrt herrschen müsse. Nach dem Wahlsieg im September 2002 wurde ein Grundsatzpapier veröffentlicht, in dem festgestellt wurde, daß die ökonomische Krise der 80er und 90er Jahre überwunden wäre. Die notwendigen sozialen Einschnitte hätten sich ausgezahlt und gesunde Staatsfinanzen hätten den Arbeitsmarkt stabilisiert. Es gäbe nun wieder Gelder für das Gesundheitswesen, die Schule und die Altenbetreuung. In den letzten Jahren konnte das Kindergeld wieder erhöht werden und die Wohnzuschüsse für Rentner, die seit dem 1. Januar 2001 gezahlt wurden, hätten zu einer deutlichen Entlastung der Rentner geführt.
Im Jahr 2002 sank die Zahl der Unternehmer allerdings um 35 Prozent und es gab eine Steigerung der Konkurse um 35 Prozent zu verzeichnen. Die Förderung Arbeitsloser durch arbeitspolitische Maßnahmen und das Gesetz zur lohnpolitischen Gleichstellung von Männern und Frauen brachten den Sozialdemokraten viele Sympathien in der Bevölkerung. Unternehmer müssen Lohndifferenzen seitdem begründen. Die Inflation konnte ebenfalls begrenzt und die Neuverschuldung gestoppt werden.
Im September wurde Schweden durch den Mord an der äußerst beliebten Politikerin Anna Lindh geschockt, die in einem Kaufhaus brutal von einem Attentäter niedergestochen wurde und bald darauf ihren schweren Verletzungen erlag. Der Attentäter, der serbischer Herkunft ist, wurde im Februar 2004 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Im Februar 2009 gab Kronprinzessin Viktoria bekannt, daß sie ihren Fitnesstrainer und langjährigen Freund bald heiraten möchte und sich deshalb verlobt hätte. Auch Schweden blieb von der Weltwirtschaftskrise nicht verschont, allerdings lehnte die schwedische Regierung eine Staatsbürgschaft für die GM-Tochter Saab ab, als ihr im März die Insolvenz drohte, die im April angemeldet werden mußte. Am 1. Juli 2009 übernahm Schweden turnusgemäß für ein halbes Jahr des Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft. Das schwedische Königshaus gab am 11. August 2009 die Verlobung von Prinzessin Madeleine bekannt. König Carl XVI. Gustaf habe die Verlobung mit Jonas Bergström gebilligt und auch die erforderliche Genehmigung der Regierung erhalten.
Im Zuge der Weltwirtschaftkrise war auch die GM-Tochter Saab ins Schlingern geraten. Der staatliche chinesische Autokonzern BAIC übernahm große Teile der Maschinen und Baupläne der schwedischen GM-Tochter. Die Chinesen kaufen Rechte an der Motor- und Getriebetechnik der beiden wichtigsten laufenden Modelle, wie BAIC am Montag mitteilte. Außerdem sollten die Produktionsanlagen für das große Saab-Modell 9-5 in Schweden abgebaut und nach China gebracht werdem, wo BAIC-Autos darauf entstehen sollen. Für den Rest von Saab, vor allem für die Markenrechte, stand General Motors (GM) in Gesprächen mit einem weiteren Interessenten.
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Die Ausgaben 2005-2009
Für das Jahr 2005 sind die Dauermarke "Carl XVI. Gustaf", "Goldammer" und "Tumba Bruk" und 2006 der Block "Mozart" und das Markenheftchen "Lokomotiven" zu nennen.
Im Jahre 2007 wurden der Block "Internationales Polarjahr", "100 Jahre SSRS", "Seerettung aus der Luft", das Markenheftchen "Schwedische Erfindungen", das Markenheftchen "Freunde in der Welt", das Markenheftchen "Sommerlandschaften", die Dauermarke "Königin Silvia" und der Block "Kultur der Samen" emissiert.
Im Jahre 2008 erschienen die Zusammendrucke "Olof von Dalin 1" und "Olof von Dalin 2", der Kleinbogen "Käfer" , "Ameisen", "Direktor Bergman", das Markenheftchen "Hunde - vierbeinige Freunde", die "Apollomarke", das Markenheftchen "Segelschiffe", "Karotten", "Äpfel" und die Dauermarke "Luchs" und 2009 "Kußmund", "Volvo Amazon", "Seestern", "Königin Silvia", das Markenheftchen "Sommer" und der Block "Blindenschrift".
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Die 2. Dekade
Ende Januar 2010 verkaufte der US-Mutterkonzern General Motors seiner schwedische Tochter Saab an den niederländischen Hersteller Spyker Cars für 74 Mio. Dollar (rund 53 Mio Euro) in bar, womit das Traditionsunternehmen doch noch gerettet werden konnte. GM hatte vor Wochen bereits die Abwicklung von Saab eingeleitet, parallel aber weiterhin mit Kaufinteressenten verhandelt. Nach der Vereinbarung mit Spyker Cars wurden die geplanten Schritte zur Liquidation von Saab "sofort eingestellt", wie GM erklärte und der Verkauf sollte bis Mitte Februar unter Dach und Fach seim.
Der chinesische Geely-Konzern kuafte Ende März 2010 den Autobauer Volvo, die schwedische Tochter des US-Konzerns Ford. Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt hatte bereits im Dezember 2010 den angestrebten Verkauf begrüßt. Volvo war 1927 in Schweden gegründet worden und beschäftigte 2010 22.000 Menscheno, 16.000 davon in Schweden. Ford hatte die Volvo-Pkw-Sparte 1999 für 6,45 Milliarden Dollar gekauft und versuchte seit Ende 2008, sie wieder zu verkaufen. Geely baut nach eigenen Angaben erst seit 1997 Autos. Der Firmensitz ist in Hangzhou in der Provinz Zhejiang.
Auf das Haus des schwedischen Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks wurde Mitte Mae 2010 ein Brandanschlag verübtn. Durch die Fenster wurden Flaschen mit einer entzündlichen Flüssigkeit geschleudert. Das Feuer ging von selbst aber aus. Eine schwedische Regionalzeitung hatte 2007 eine Karikatur von Vilks veröffentlicht, die einen Hund mit dem Kopf des Propheten Mohammed zeigt. Erst Tage kurz vor dem Brandanschlag war Vilks bei einer Tagung in der Universität von Uppsala nördlich von Stockholm tätlich angegriffen worden. Erst März nahm die Polizei sieben Muslime fest, die an einem Mordkomplott gegen Vilks beteiligt gewesen sein sollten.
Der Höhepunkt des Jahres 2010 war für die Schweden zweifellos der Juni, als die Thronfolgerin heiratete. In einer romantischen Zeremonie gab die 32-Jährige am 17. Juli 2010 in der Stockholmer Domkirche ihren früheren Fitnesstrainer Daniel Westling der Ja-Wort. Lächelnd und mit einem bekräftigenden Nicken gab sie dem Bürgerlichen das Eheversprechen und kämpfte anschließend ebenso wie der vier Jahre ältere Bräutigam mit den Tränen. Nach dem Ringwechsel hielt sich das Paar fest an den Händen und sah sich immer wieder sehr verliebt an. Einen ersten spontanen Kuß gab es unmittelbar nach der Trauung, als die Frischvermählten aus dem Dom kamen und sich innig aneinanderschmiegten. Zehntausende Menschen winkten und jubelten den beiden während ihrer Fahrt in einer offenen Kutsche durch die Stockholmer Innenstadt bei einer Mischung aus Sonne und Wolken zu. Mit Ankunft der Braut an der Kathedrale war zuvor, pünktlich um 15.30 Uhr, das große Geheimnis um ihr Kleid gelüftet worden. Victoria machte in einer schlicht-eleganten, cremefarbenen Robe des schwedischen Designera Pär Engsheden eine glänzende Figur.
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