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- Das neue Jahrtausend -
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 06.09.2010
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Einführung Die Ausgaben 2000-2004 Die Schweiz auf dem Weg in die EU? Ausgaben 2005-2009 Die 2. Dekade nach unten

Einführung

ch_1760dmschneekugel.jpgAb dem Jahr 2000 ist auch die Schweiz auf dem Weg, den Sammlern mit immer mehr Ausgaben in die Tasche zu greifen. Ein Trend, der sich schon Ende der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts andeutete, setzt sich seitdem verstärkt fort, weil auch von der Schweiz immer mehr Kleinbogen emissiert werden, die so richtig ins Geld gehen. Seit 2000 sind ungefähr 200 Briefmarken emissiert worden, wobei die Ausgabenflut von Jahr zu Jahr zunimmt.

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Die Ausgaben 2000-2004

ch_1730zaehlung.jpgch_1738tdbm.jpgDas Ausgabejahr 2000 wurde am 7. März mit einer neuen Dauermarkenserie "Schneekugeln" und der Sondermarke "100 Jahre Internationaler Radsportbund" eröffnet. Am 10. Mai folgten eine Sondermarke "100 Jahre Bund Schweizer Frauen Alliance F" und Block 30 "NABA St. Gallen". Eine Weltneuheit war die "Seidenstickerei"-Marke vom 21. Juni, die es auch als Kleinbogen zu vier Marken gibt. Besonders dieser Kleinbogen kann getrost als moderne Rarität bezeichnet werden, da er bei Internetauktionen immer wieder sehr hohe Preise erzielt! Am 21. Juni erschienen auch noch die ersten drei (von insgesamt fünf) Dauermarken "Tourismus". Für den 15. September sind eine Sondermarke "Volkszählung" und die beiden selbstklebenden Markenheftchen "Internationaler Malwettbewerb für Kinder" und "Olympiade Sydney 2000" zu nennen, sowie für den 21. November die Sondermarken "Tag der Briefmarke" und "Weihnachten".

ch_1758velomuseum.jpgch_j2001boecklin.jpgDie "Pro Aero"-Marke vom 13. März 2001 erschien auch als Kleinbogen und am 9. Mai wurde eine Sondermarke "Wiedereröffnung Velo-Museum Ligornetto" verausgabt. An diesem Tage gab es auch eine weitere Weltneuheit mit der Sondermarke "100 Jahre Verband der schweizerischen Schokoladefabrikanten", die auch als Kleinbogen emissiert wurde. Das Besondere an dieser Marke ist, daß sie nach Schokolade duftet. Da die erste Auflage sehr schnell vergriffen war, mußte eine Nachauflage gedruckt werden, wobei es passierte, daß diese farblich von der Erstauflage abweicht: die Ausgabe gibt es deshalb in hellbraun und dunkelbraun, so daß Spötter auch von "Vollmilch" und "Zartbitter" sprechen. Weitere wichtige Ausgaben dieses Jahres waren der Block 31 "Schweiz - Singapur" und die Sondermarke "100. Todestag Arnold Böcklin".

ch_j2002rega.jpgMit einer sehr schönen Ausgabe "Schweizerische Eisenbahnen" startete das Ausgabejahr 2002. Die Marke "50 Jahre REGA", die auch als Kleinbogen verausgabt wurde, war die erste dreidimensionale Briefmarke der Schweiz. Zur "Expo 2002" gab es den Block 32 und einen Kleinbogen, der viele interessante Zusammendruckkombinationen zuläßt. Auch der "Teddybär" wurde zum 100. Geburtstag mit einem selbstklebenden Markenheftchen geehrt. Selbstklebend sind auch die "Glückwunsch"-Marke und die beiden "Priority"-Marken. Die Sondermarke zu Ehren der "Wertzeichendruckerei der Post" wurde auch als Kleinbogen herausgegeben.

ch_j2003blindenschrift.jpgDie wichtigsten Ausgaben des Jahres 2003 waren eine Sondermarke "Blindenschrift" (auch als Kleinbogen verausgabt), die Dauermarkenserie "Blumen", der Block 33 (anläßlich der trinationalen Briefmarkenausstellung in Locarno), der Zusammendruck "Comic - Tom Tirabosco" (auch als Block 34), "Yacht Alinghi" (auch als Kleinbogen) und "Weltkulturerbe" (die fünf Motive "Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn", "Tre Castelli Bellinzona", "Berner Altstadt", "Stiftsbezirk St. Gallen" und "Clostra Müstair" gab es auch als Kleinbogen zu je sechs Marken). Die "Pro Juventute"-Marken erschienen erstmals auf einem Folienblatt als selbstklebende Briefmarken.

ch_1865.jpgFür das Jahr 2004 sind die Ausgaben "100 Jahre FIFA", "50 Jahre UEFA", der Block "Fahrradland Schweiz", "Comicfigur Titeuf", "Humor", "Zeppelin NT", "Olympische Sommerspiel", "COMICFIGUR DIDDL", der Block "150 Jahre Strubel-Briefmarke", "Holz-Briefmarke", "Balance", "UNESCO-Welterbe", der Block "Weihnachten - Christbaumschmuck" und "Pro Juventute" zu nennen.

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Die Schweiz auf dem Weg in die Europäische Union?

ch_1720europa.jpgSeit dem Ende der kommunistischen Herrschaft 1989 in vielen europäischen Staaten und der Forcierung der Europäischen Union fand auch in der Schweiz eine Diskussion über die Zukunft statt. Es gab eine Teilung in zwei Lager, wobei diejenigen, die eine engere Anbindung an Europa ablehnen, bei der Volksabstimmung im März 2001 eine Mehrheit erzielten. Man fürchtet nämlich durch die Annäherung an die Europäische Union eine Gefährdung der Souveränität, Neutralität und Integrität des kleinen Landes. Inwiefern auch die weltweit schwierige wirtschaftliche Lage der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts das Ergebnis mit beeinflußt hat, sei dahingestellt. In der Schweiz betrug z. B. 1997 die Arbeitslosigkeit für schweizerische Verhältnisse sehr hohe 5,2 Prozent. Es zeigt sich aber auch, das die französischsprachige Schweiz sich eher europafreundlich zeigt, als die deutschsprachige Schweiz, in der man seit jeher mehr auf die Bewahrung des Althergebrachten Wert legt. Das Beharren auf alten Traditionen steht im krassen Gegensatz zur Globalisierung, die sich für die Schweiz besonders im Bankwesen, in der Pharma-Industrie und in der Medienwelt bemerkbar macht.

Im September 2006 stimmte die Bevölkerung mit großer Mehrheit der Verschärfung der Asylgesetze zu. Bewerber ohne Paß dürfen seitdem nicht mehr am Asylverfahren teilnehmen und werden abgeschoben.

Die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei (SVP) von Justizminister Christoph Blocher ging am 21.10.2007 als Siegerin aus der Parlamentswahl hervor. Sie legte laut amtlichem Endergebnis 2,3 Prozentpunkte auf 29 Prozent zu und konnte ihre Mehrheit im Nationalrat damit um sieben Sitze ausbauen. Die Grünen konnten ein Plus von fünf Sitzen verbuchen und kamen auf 9,6 Prozent. Große Verlierer waren die Sozialdemokraten (SP) und die FDP mit 19,5 Prozent beziehungsweise 15,6 Prozent. Die SP mußte die größte Einbuße seit 20 Jahren hinnehmen, sie verlort neun Sitze. Die FDP büßte fünf Mandate ein. Die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) kam auf 14,6 Prozent.

Bei der Wahl der Schweizer Regierung am 12.12.2007 ist der rechtspopulistische Justiz- und Polizeiminister Christoph Blocher abgewählt worden, da ihm das Parlament in zwei Wahlgängen den Einzug in die Regierung verweigerte. Blocher wurde bei der Abstimmung am Mittwoch von der kurzfristig ins Rennen geschickten Regierungsrätin Eveline Widmer-Schlumpf aus dem Kanton Graubünden knapp besiegt, die wie er der Schweizer Volkspartei (SVP) angehört, jedoch als liberal gilt. Alle sechs übrigen Schweizer Regierungsmitglieder wurden klar wiedergewählt. Innenminister Pascal Couchepin übernimmt im kommenden Jahr zum zweiten Mal nach 2003 das Amt des Bundespräsidenten. Neue Leiterin der Bundeskanzlei ist die bisherige Vizekanzlerin Corina Casanova von der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP).

Was die Schweizer Bäuerinnen drauf, besser gesagt, drunter haben, das konnten sie mit ihrem sexy Kalender 2008 eindrucksvoll beweisen. Beeindruckt davon zeigten sich auch die Eidgenossen und machten einen Kassenschlager daraus. Insgesamt 12.000 Exemplare gingen über die Ladentheken - kein andere Kalender in der Schweiz verkaufte sich so gut, wie die Macher mitteilten. Weniger erfreulich wirkte sich die Finanzkrise auf Grund "fauler Immobilienkredite" in den USA auf die Schweizer Bankenwelt aus. Die Schweizer UBS kündigte am 01.04.2008Abschreibungen von umgerechnet rund zwölf Milliarden Euro an und die Beschaffung von zehn Milliarden Euro frischen Geldes für eine Kapitalerhöhung. Der in die Kritik geratene UBS- Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel mußte sein Amt niederlegen.

Am 19 Februar 2009 brach die USB-Bank mit dem schweizerischen Bankgeheimnis und gab den amerikanischen Steuerbehörden Daten von US-Bürgern bekannt, um einer Klage zu entgehen, die ggf. den Fortbestand der Bank gefährden würde. In der Schweiz wurde dies als "Erpressung" durch die USA gesehen, da damit auch ein schwerer Vertrauensverlust in das schweizerische Bankensystem einherging. Deshalb griff die Schweizer Nationalbank (SNB) als erste westliche Zentralbank am 12. März 2009 auf dem Devisenmarkt ein und schwächte den Franken, wodurch die Schweizer Währung gegenüber dem Dollar 3,5 Prozent verlor und gegenüber dem Euro lag das Minus in der Spitze bei 3,4 Prozent. Das war der größte Tageskurssturz des Franken gegenüber dem Euro seit Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung 1999. Ende November 2009 sprachen sich die Schweizer mit über 57 Prozent in einer Volksabstimmung gegen den Bau von Minaretten an Moscheen aus und setzten damit ein vielbeachtetes Zeichen gegen islamische Überfremdung und politisches Machtstreben der Islamiten.

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Die Ausgaben 2005-2009

ch_1910.jpgFür das Jahr 2005 sind die neuen Freimarken "Großes beginnt mit einem Brief", "100 Jahre Relativitätstheorie", der Block "100 Jahre Automobil-Salon Genf", "150 Jahre ETH Zürich", "Wunderbare Symphonie - Merci", "Comic Freche Maus", "Pro Patria", "Hase Felix", "Fußball-Europameisterschaft", "SMS-Briefmarken". "Meine Briefmarke", der Block "100 Jahre Naturfreunde", "500 Jahre Schweizergarde" und "Olympische Winterspiele" zu nennen.

ch_1959.jpgIm Jahre 2006 wurden die Marken "100 Jahre Simplon-Bahn", "Jugendstil", "UEFA-Europameisterschaft", "König der Alpen", "Pro Patria", der Zusammendruck "Bergpanorama", "Hörspielfigur Kasperli", der Block "Briemarkenausstelung NABA '06 Baden I", "UN-Menschenrechtsrat", der Block "Briefmarkenausstellung NABA '06 Baden II", "Comic Cocolino", "Comic Dimitri" und "Pro Juventute" emissiert.

ch_1997.jpg Im Jahre 2007 erschienen der Zusammendruck "1.000 Jahre Stein am Rhein", "UEFA-Fußball-Europameisterschaft", "300. Geburtstag Leonhard Euler", "100 Jahre Schweizer Nationalbank", "100 Jahre Klub für Berner Sennenhunde", "Sagen", "Roger Federer", "Art Brut", "100 Jahre Museum für Kommunikation", "100 Jahre Krippenverband", "Die Schweiz in der englischen Literatur", "Schellen-Ursli", die Freimarken "Vögel", "Zur Post per BeeTagg", "Pro Juventute", der Block "Tag der Briefmarke" und "Scherenschnitte".

ch_2043.jpgDie wichtigesten Ausgaben des Jahres 2008 waren "Internationales Jahr der Kartoffel", "Fußball-Europameisterschaft", "Fußball-Europameisterschaft", "100 Jahre Schweizer Eishockeyverband", der Zusammendruck "50 Jahre Stiftung für das Pferd", "Kinderbuch 'Der kleine Eisbär'", "Musik aus verschiedenen Zeiten", "300. Geburtstag Albrecht von Haller", "Fußball-Europameisterschaft", "Pro Patria", "Olympische Spiele in Peking", "Alte Rheinbrücke Stein - Bad Säckingen", die Freimarken "Getreide", "Die Schweiz aus ausländischer Sicht" und "Weltpostkongreß in Genf".

2009-01-300gt-hans-ulrich-grubenmann.jpgIm Jahre 2009 wurden die Marken "300. Geburtstag Hans Ulrich Grubenmann", "Eishockey-Weltmeisterschaft", "500. Geburtstag Johannes Calvin", "100 Jahre Pro Natura", "Von Gutenberg zum Internet". "Europäische Wildkatze", "Pro Patria", "Alpabfahrt in Appenzell", "Prinzessin Lillifee", "100 Jahre Schweizer Briefmarkenhändlerverband" und "Genfer Konventionen" verausgabt.

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Die 2. Dekade

Im Sommer 2010 mehrten sich Stimmen in der Schweiz, ein Volksbegehren über die Wiedereinführung der Todesstrafe durchzuführen. Da sich alle schweizerischen Parteien einschließlich der SVP gegen dieses Ansinnen aussprachen. verzichteten die Befürworter der Todesstrafe darauf, ihr Ansinnen weiter voranzutreiben.

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