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Einführung
Die heutige "Union der Niederländischen Antillen und Aruba" ging aus den niederländischen Kolonien Curacao und Niederländisch-Westindien hervor. Die ersten eigenen Marken wurden 1949 verausgabt. Bis heute sind ca. 1.500 Marken (dabei ca. 60 Blocks) erschienen. wobei allerdings die hohen Nennwerte als Manko zu nennen sind.
In "Die ganze Welt der Philatelie" der Fa. Hermann E. Sieger GmbH heißt es deshalb auch:
"Die ehemals niederländische Kolonie Curacao vor der Küste Venezuelas wurde im Jahre 1949 in die Niederländischen Antillen umbenannt, ist aber auch heute noch ein integraler Bestandteil des holländischen Königreiches. Die Briefmarken der Niederländischen Antillen sind ohne Zweifel sehr schön, aber aufgrund der hohen Nennwerte recht teuer".
Der Monatsaufwand wird mit ca. 7,95 Euro angegeben und dem Sammelgebiet insgesamt wird nur die Note "3+" zugewiesen.
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Statistische Angaben
Die Niederländischen Antillen (niederländisch "De Nederlandse Antillen", bis 1937 Niederländisch-Westindien) sind ein autonomer Teil der Niederlande, im Bereich der Westindischen Inseln. Die Niederländischen Antillen umfassen die Inseln Curaçao und Bonaire, die der venezolanischen Küste vorgelagert sind, sowie Sint Eustatius, Saba und den Südteil von Sint Maarten (Saint-Martin).
Fläche: 800 qkm
Einwohner: 210.000
Bevölkerungsdichte: 263 Einwohner je qkm
Bevölkerung: überwiegend Schwarze und Mulatten
Hauptstadt (mit Freihafen): Wilhelmstadt (auf Curacao)
Amtssprache: Niederländisch
Umgangssprachen: Papiamento, auch Englisch und Spanisch
Wirtschaft: Umschlag und Raffinierung des am Golf von Maracaibo gewonnenen Erdöls, Tourismus, Phosphatabbau, Farben- und Textilindustrie, Zigarettenfabriken
Religion: 82% der Bevölkerung sind römisch-katholisch
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Wappen der Niederländischen Antillen
Die Niederländischen Antillen erhielten 1964 ein eigenes Wappen, das in einem rotgeränderten, goldenen Schild sechs blaue, fünfzackige Sterne zeigte, die für die sechs Inseln standen. Darüber ist die Königskrone und darunter ein Spruchband mit dem Spruch "Libertate Unanimus". Als Aruba 1986 ausschied, wurde die Zahl der Sterne auf 5 geändert.
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Landkarte der Niederländischen Antillen
Geographie und Klima
Die Niederländischen Antillen liegen auf dem 12 Breitengrad / Nord und auf dem 68 Längengrad / West in der Karibischen See auf ca. 800 qkm. Das Klima ist tropisch, wird aber durch die Nordostpassate gemildert. Es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit bei ca. 30 Grad Celsius.
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Geschichte
Die Niederländischen Antillen bestehen aus mehreren Inseln, die zu unterschiedlichen Zeiten in den Besitz der Niederlande kamen. Aruba, das seit 1986 einen Sonderstatus hat, wurde 1527 spanisch und kam 1688 an die Niederlande. Bonaire wurde 1513 spanisch und 1635 niederländisch. Curacao wurde ebenfalls 1527 spanisch und ging 1634 in niederländischen Besitz über. Saba und Sint Eustatius wurden 1640 Niederländisch und St. Martin 1647. Der nördliche Teil der Insel St. Martin ging 1648 an Frankreich. Aruba, Bonaire und Curacao waren zwischen 1807 bis 1815 zwischenzeitlich in britischer Hand, doch der Wiener Kongreß regelte die Besitzansprüche dahingehend, daß die Niederlande die drei Inseln wieder zurück erhielten.
Die Niederländischen Antillen genießen seit 1954 innere Autonomie, ausgeübt durch eine eigene Exekutive und ein eigenes Parlament. Ein Gouverneur vertritt das Staatsoberhaupt, den niederländischen Monarchen. Die Insel Aruba hat seit 1986 einen Sonderstatus. Die Inseln wurden Ende des 15. Jahrhunderts von dem Spanier Alonzo de Ojeda entdeckt. Seit der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts waren sie Stützpunkte der niederländischen Westindischen Kompanie.
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Markenausgaben
Die ersten Marken der Niederländischen Antillen als eigenständiges Sammelgebiet erschienen am 26. Juli 1949 zum Gedenken an den 450. Jahrestag der Entdeckung Curacaos durch Alonzo de Ojeda sowie am 3. Oktober "75 Jahre Weltpostverein". Im Jahre 1950 wurden die mit den Marken des Mutterlandes motivgleichen Dauermarken "Ziffern" und "Königin Juliane" verausgabt. Ab dem Jahre 1951 übernahmen auch die Niederländischen Antillen die Tradition, jährlich Jugendmarken zu emissieren. Die enge Verbindung zu den Niederlanden zeigen auch Ausgaben wie z. B. "Unterzeichnung des Statuts zwischen den Niederlanden, Suriname und den Niederländischen Antillen" im Jahre 1954 Michel-Nr. 42), "20 Jahre Flugverbindung mit Holland" (1959, Michel-Nr. 102-105), "Besuch von Prinzessin Beatrix" (1965, Michel-Nr. 147), "25. Regierungsjubiläum von Königin Juliane" (1973, Michel-Nr. 272) und "Goldhochzeit von Juliane und Bernhard" (1987, Michel-Nr. 604).
Schon im Jahre 1958 erschienen die ersten eigenständigen Dauermarken mit landestypischen Motiven (Michel-Nr. 70-85), zu denen 1963 (Michel-Nr. 127), 1973 (Michel-Nr. 254-262) und 1977 (Michel-Nr. 348-351) erschienen. 1983 gab es eine weitere Dauermarkenserie (Michel-Nr. 507-512), zu der es weitere Ausgaben (Michel-Nr. 530-525, 575-577, 603, 614, 630-651 und 655) gab. Neben Motiven aus der Karibik und Gedenken internationaler Anlässe haben die Niederländischen Antillen auch ca. 60 Blocks verausgabt. Auch Markenheftchen gehören seit einigen Jahren zum Programm, wie z. B. die besonders gelungenen Grußmarken aus dem Jahre 1997.
Nach Umbenennung von Curacao und Ndl. Westindien in Niederländische Antillen im Jahre 1949 erschienen für dieses Sammelgebiet nur in den Jahren 1952 bis 1958 eigene Portomarken, wobei eine Serie mit siebzehn Werten aufgelegt wurde, die bis zum 31. Dezember 1972 in Verwendung war.
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