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Einführung
Dänemark hat nicht die "Unsitte" anderer Länder mitgemacht, den Sammlern das Geld durch die Emission vieler Kleinbogen etc. aus der Tasche zu ziehen, sondern verfolgt immer noch einer eher moderate Ausgabepolitik, was die Neuheiten dieses Sammelgebietes auch heute noch erschwinglich macht! Seit dem Jahr 2000 sind nicht viele Marken erschienen, was bedeutet, daß durchschnittlich 25 - 28 Marken pro Jahr erscheinen.
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Dänemark und die Europäische Union
Als Dänemark 1972 der Europäischen Gemeinschaft beitrat, waren 63,4 Prozent der Bevölkerung dafür. Die Europa-Euphorie wandelte sich aber so nach und nach, denn 1986 votierten nur noch 56,2 Prozent für die Europäische Akte. Viele Dänen fühlen sich von der Bedeutungslosigkeit des Europa-Parlaments in Straßburg und von der Sinnlosigkeit vieler Kommissionsbeschlüsse in Brüssel abgestoßen. Im Mai 1992 stimmten sogar 50,7 Prozent in einem Volksentscheid gegen den Vertrag von Maastricht, so daß die dänische Regierung Nachverhandlungen einleiten mußte, die dazu führte, daß die europäische Staatsbürgerschaft nur als Ergänzung zur dänischen verstanden wird. Außerdem mußte sich Dänemark nicht der dritten Stufe der Währungsunion anschließen.
1998 verlautbarte, daß man in Dänemark viel lieber auf einen Festkurs der dänischen Krone setzt. Man orientiert sich zwar am Euro, aber das Land wollte dennoch seine eigene Währung weiter behalten. Auch beteiligt sich Dänemark nicht an militärischen Aktionen und eine juristische und polizeiliche Zusammenarbeit gibt es nur in den zwischenstaatlichen Beziehungen mit den anderen Mitgliedsländern. Nachdem die dänische Politik die Souveränitätsvorbehalte in Brüssel durchgesetzt hatten, stimmten 56,7 Prozent der Dänen für einen Anschluß an den Maastrichter Vertrag.
Als am 2. Oktober 1997 der Vertrag von Amsterdam unterzeichnet wurde, gab es ein dänisches Zusatzprotokoll, in dem die Vorbehalte festgehalten wurden. Da die dänische Regierung ohne Volksabstimmung lt. Verfassung keine Souveränitätsrechte an internationale Organisationen abtreten kann, konnte der Vertrag von Amsterdam nicht von Dänemark ratifiziert werden. Eine Klage der Maastricht-Gegner wurde am 5. April 1998 vom dänischen Verfassungsgericht verworfen., wodurch der Weg für ein Referendums über den Amsterdamer Vertrag frei wurde. Mit 55,1 Prozent stimmte das dänische Volk dem Amsterdamer Vertrag und damit einer weiteren Mitgestaltung Europas durch Dänemark zu.
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Die Ausgaben 2000-2004
Die wichtigsten Ausgaben des Jahres 200 waren "Ereignisse des 20. Jh. I", Block 14 (60. Geburtstag Königin Margarethe II.), "Ereignisse des 20. Jh. II", "Europa", der Zusammendruck "Fertigstellung der Verbindung über den Öresund", "Ereignisse des 20. Jh. III", Block 15 (50 Jahre Luftwaffe), "50 Jahre Spastikerverband" und "Ereignisse des 20. Jh. IV". Im Jahre 2001 waren dies "400 Jahre Botanischer Garten", "40 Jahre Amnesty International", "Europäisches Jahr der Sprachen", "150 Jahre Dänische Briefmarken", der Kleinbogen "Jugend", Block 16 (HAFNIA'01) und "Inselfähren".
Für 2002 sind Block 17 (Comics), "LEV.Organisation", "Landschaften", "Postfahrzeuge", Block 18 (100 Jahre ICES) und "Dänische Häuser" zu nennen und für 2003 "Sport", Block 19 (100 Jahre Dänische Grönland-Expedition), "Ärzte ohne Grenzen" und Block 20 (Insekten).
Für das Jahr 2004 gibt es leider keine Abbildungen!
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Dänemark im 21. Jahrhundert
Da es im Volk erhebliche Vorbehalte gab. konnte Dänemark erst 1993 nach weiteren Verhandlungen und Zusage von Sonderkonditionen dem Maastrichter Vertrag zustimmen, weil bei der ersten Abstimmung in Dänemark keine Mehrheit zustande kam. Auch der Euro wurde im September 2000 durch einen Volksentscheid abgelehnt, obwohl alle großen Parteien und auch die Industrie die Einführung befürworteten. Durch die Zustimmung zum Vertrag von Amsterdam beteiligt sich Dänemark auch weiterhin am Ausbau der Europäischen Union, wobei das Land dem Bürokratismus der Kommissare in Brüssel äußerst kritisch gegenüber steht. Da Dänemark sich aber per Volksentscheid gegen den Euro entschlossen hatte, wurde die Gemeinschaftswährung dort am 1. Januar 2002 nicht eingeführt und es gibt weiterhin die dänische Krone als Landeswährung. Im Mai 2004 heiratete Frederik, der ältere Sohn von Königin Margrethe, die gebürtige Australierin Prinzessin Mary.
Bei den Wahlen im Februar 2005 wurde die Mitte-Rechts-Regierung im Amt bestätigt. Trotz leichter Verluste (vier Mandate) wurde die Venstre mit 29 Prozent erneut stärkste Kraft. Kronprinzessin Mary wurde am 15.10.2005 Mutter eines kleinen Jungen. Der Kleine wurde in der Nacht zum Samstag um 01.57 Uhr geboren, zwei Wochen vor dem errechneten Termin.
Er war 51 Zentimeter groß und wog 3.500 Gramm, wie der Sprecher von Kronprinz Frederik, Per Thornit, erklärte. Am 21. Januar 2006 wurde er auf den Namen "Christian Valdemar Henri John" getauft.
Die Weltwirtschaftskrise, die 2008 mit der us-amerikanischen Immobilienkrise begann, verschonte auch Dänemark nicht, so daß auch hier sehr viel Geld in die Wirtschaft und besonders das Bankwesen gepumpt werden mußte, um einen Kollaps zu verhindern. Nachdem die Türkei ihren Widerstand aufgegeben hatte, konnte auf dem NATO-Gipfel zum 60. Jubiläum in Baden-Baden und Straßburg Anfang April 2009 der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen zum neuen NATO-Generalsekretär ab Juli 2009 bestimmt werden. Hintergrund für die türkischen Vorbehalte sind die Mohammed-Karikaturen, die 2006 in einer dänischen Zeitung erschienen. Im Dezember 2009 trafen sich die Staaten der Welt in Kopenhagen zum Weltklimagipfel, wobei das Ergebnis verheerend war. Zwei Wochen verhandelten Vertreter aus 193 Ländern, um ein Papier zu verabschieden, das konkrete Maßnahmen gegen den Klimawandel beschließen sollte. Es reisten dann sogar die Staatschefs der vertretenden Nationen an, um den Verhandlungen mehr Nachdruck zu verleihen. Doch herausgekommen war fast nichts. Eine politische Erklärung, die nicht einmal unterzeichnet, lediglich zur Kenntnis genommen wurde. Das bedeutete. daß die Staaten haben das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, doch mit welchen Maßnahmen dies geschehen soll, bleibt weiterhin offen. Umweltschutzorganisationen kritisierten den Formelkompromiss und sprachen teilweise von einem Scheitern des Klimagipfels. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) bemängelte ein "Komplettversagen an politischer Führung", das zu einem Desaster geführt habe.
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Die Ausgaben 2005-2009
Die 2. Dekade
Anfang Januar 2010 schlug ein geplanter Mordanschlag auf Kurt Westergaard, einen Zeichner umstrittener Mohammed-Karikaturen, nur knapp fehl. Ein Somalier mit mutmaßlichen Verbindungen zu Al Kaida drang am Freitagabend ins Haus von Kurt Westergaard in Aarhus ein und bedrohte den 74-Jährigen mit Axt und Messer, wie der dänische Geheimdienst mitteilte. Westergaard konnte Alarm schlagen und sich gerade noch rechtzeitig mit seiner fünfjährigen Enkelin im Badezimmer einschließen. Die Polizei war binnen Minuten zur Stelle und überwältigte den Angreifer. Der 28-Jährige schwang nach Polizeiangaben seine Axt auch gegen einen anrückenden Beamten und wurde von diesem ins Knie und in eine Hand geschossen. Er wurde daraufhin mit schweren, aber nicht kritischen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Später wurde der Mann auf einer Krankentrage zum Gericht von Aarhus gebracht, wo ihn der Haftrichter des versuchten Mordes in zwei Fällen beschuldigte, nämlich an Westergaard, der den Propheten Mohammed mit einem Turban als Bombe gezeichnet hatte, und an dem mit der Axt bedrohten Polizisten.
Nachldem er erst knapp ein Jahr im Amtwar, wechselte der dänische Regierungschef Lökke Rasmussen Ende Februar 2010 schon sechzehn Minister aus. Er berief dabnei erstmals in der dänischen Geschichte zwei Frauen an die Spitze des Außen- und des Verteidigungsministeriums. Der bisherige Verteidigungsminister Sören Gade hatte zuvor seinen Rücktritt erklärt. Er war wegen der Veröffentlichung interner Informationen über die dänischen Truppen im Irak sowie anderer Militärgeheimnisse unter Druck geraten. Zu Gades Nachfolgerin wurde Gitte Lillelund Bech bestimmt. Die 41-Jährige saß bislang für die rechtsliberale Partei Venstre von Regierungschef Rasmussen im Parlament. Das Außenministerium übernimmt Lene Espersen, die Parteichefin der Konservativen, mit denen Rasmussen koaliert. Der bisherige dänische Chefdiplomat Per Stig Möller wechselte ins Ministerium für Kultur. Insgesamt wurden somit sechzehn der neunzehn Ministerien neu besetzt. Die Regierungsbildung war schon seit Lökke Rasmussens Amtsantritt im April 2009 erwartet worden. Er übernahm damals die Nachfolge von Anders Fogh Rasmussen, der NATO-Generalsekretär wurde.
... wird fortgesetzt ...
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