groenland_flagge.gif
dkbm_logo.gif
- Grönland -
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 27.07.2014
groenland_flagge.gif
 
pfeil_weiss_rechts.gif   Einführung
pfeil_weiss_rechts.gif   Über Dänemark
pfeil_weiss_rechts.gif   Frederik VII. (1848-1863)
pfeil_weiss_rechts.gif   Christian IX. (1863-1906)
pfeil_weiss_rechts.gif   Frederik VIII. (1906-1912)
pfeil_weiss_rechts.gif   Christian X. (1912-1947)
pfeil_weiss_rechts.gif   Frederik IX. (1947-1972)
pfeil_weiss_rechts.gif   Margarethe II. (seit 1972)
pfeil_weiss_rechts.gif   EU-Land Dänemark
pfeil_weiss_rechts.gif   Portomarken etc.
pfeil_weiss_rechts.gif   Färöer Inseln
pfeil_weiss_rechts.gif  Grönland
   Einführung
   Statistische Angaben
   Landkarte
   Wappen
   Postgeschichte
   Frühe Ausgaben
   Geographie und Klima
   Ausgaben bis 1978
   Bevölkerung, etc.
   Ausgaben ab 1979
   Geschichte
   Ausgaben ab 2000
pfeil_weiss_rechts.gif   Dänisch-Westindien
pfeil_weiss_rechts.gif   Impressum
pfeil_weiss_rechts.gif   Kontakt
pfeil_weiss_rechts.gif   H O M E
Einführung Statistische Angaben Landkarte Wappen Postgeschichte Die frühen Ausgaben Geographie und Klima Die Ausgaben bis 1978 Bevölkerung, Wirtschaft und Verkehr Die Ausgaben ab 1979 Geschichte Die Ausgaben ab 2000 nach unten

Einführung

Die ersten Marken von Grönland waren privater Natur, da es sich um Emissionen des Kgl. Grönländischen Handelskontors bzw. Privatmarken aus dem Bezirk Thule handelt. Insgesamt wurden von der Kgl. Dänischen Post bis heute nur etwas über 400 Marken emissiert, wobei die arktischen Motive im Vordergrund stehen. Dies macht den Reiz dieses Sammelgebietes aus, hinzu kommen die sehr kleinen Auflagen.

zurück
Statistische Angaben

Grönland (deutsch übersetzt "grünes Land"; eskimoisch "Kalaallit Nunaat", dänisch "Grønland") ist die größte Insel der Erde und liegt im arktischen Teil Nordamerikas. Die Insel ist autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark. Die Insel hat eine Längserstreckung von Kap Morris Jesup im Norden bis Kap Farvel im Süden von 2.650 km. Zu Grönland gehören auch einige kleinere vorgelagerte Inseln.

Amtssprache Dänisch, Inuit
Hauptstadt Nuuk (dänisch: Godthåb), ca. 13.000 Einwohner
Fläche ca. 2,2 Mio. qkm
Bevölkerung ca. 56.000
Bevölkerungsdichte 0,025 Einwohner pro qkm
Nationalfeiertag 21. Juni
Währung Dänische Krone
Zeitzone UTC -3
Nationalhymne Nunarput utoqqarsuanngoravit
Autokennzeichen GRØ oder GRO

zurück
Landkarte von Grönland

groenland_karte.gif
zurück
Wappen von Grönland

Grönlands Wappentier ist der Eisbär. Am 01. Mai 1989 wurde das Wappen eingeführt. Es zeigt einen Eisbären auf blauem Grund. Der Eisbär symbolisiert das Land der Eisbären.

groenland_wappen.jpg

zurück
Grönländische Postgeschichte

Die Postgeschichte von Grönland ist wegen der gemeinsamen Vergangenheit eng mit der Dänemarks verbunden. Aufgrund seiner abgeschiedenen Lage und Größe konnte sich jedoch ein nahezu unabhängiges Postwesen im Laufe der Zeit entwickeln. Nachdem im Jahre 1721 mit Hans Egede die ersten Euro-päer in Grönland siedelten, kam es zu einem sehr langsamen und schleppenden Aufbau eines grönländischen Postwesens. Auf der größten Insel der Welt kam die Einrichtung von Postämtern und Postverbindungen vor allem durch die erschwerten klimatischen Bedingungen und die niedrigen Einwohnerzahlen kaum voran. Im Jahre 1774 erhielt schließlich die staatlich kontrollierte "Den Kongelige Grønlanske Han-del" das Monopol für den Postverkehr. Somit kontrollierte Dänemark den Aufbau des Postsystems schon vor dem Jahre 1814, als die Insel durch den Frieden von Kiel endgültig zugesprochen wurde.

Neben den Schwierigkeiten des Aufbaus eines Postwesens auf der Insel selbst machte das Porlarklima der KGH auch die internationale postalische Versorgung Grönlands mit Hilfe der Schiffspost nahezu unmöglich. Jährlich konnte nur eine einzige Schiffsfahrt nach Dänemark in den Sommermonaten durchgeführt werden. In der zweiten Hälfte konnte dieser Postdienst langsam ausgebaut werden. Seit dem Jahre 1888 wurden meist Dampfschiffe, bis dahin noch Segelschiffe, eingesetzt. Um 1900 wurden jedoch immer noch nur zwei bis fünf Schiffsfahrten mit Postbeförderung jährlich durchgeführt.

Eine Sonderstellung in der frühen Entwicklung des grönländischen Postwesens nahm der kleine Ort Ivittuut im Südwesten der Insel ein. In ihm wurde seit dem Jahre 1865 Kryolith (Eisstein) abgebaut. Das seltene und wertvolle Mineral wurde weltweit bislang nur an dieser Stelle gefunden. Durch die Minengesellschaft gab es viel häufigere Schiffsverbindungen nach Dänemark als im restlichen Grönland. Die Gesellschaft erklärte sich bereit, bei ihren Fahrten auch Post zu befördern, und sorgte somit für eine ausgezeichnete postalische Versorgung des kleinen Ortes im Vergleich zum restlichen Land.

Im Jahre 1905 entschloß sich die dänische Regierung, das Postsystem zu vereinheitlichen. Die Beförderung von Paketen in Grönland und vor allem die internationale Paketbeförderung von und nach Grönland wurde einheitlich geregelt. Hierfür wurden drei verschiedene Paketportomarken zu 1, 5 und 10 Øre verausgabt. Die Briefmarken wurden in Dänemark hergestellt und zeigen allesamt das Wappen Grönlands, den stehenden Eisbären, als zentrales Motiv. Die Auflage der so genannten "Pakke-Porto"-Marken betrugen 5.000 bis 10.000 Stück. Neben dem Paketverkehr wurde auch der Briefverkehr einheitlich geregelt. Dieser wurde in ganz Grönland, wie es auch schon bis dahin üblich war, unabhängig von der Größe des Briefes gratis durchgeführt. Dieses besondere Privileg blieb den Grönländern bis zum Mai 1959 erhalten. Für mögliche Auslandsbriefe wurden jedoch keine Briefmarken von der grönländischen Post ausgegeben. Die Post wurde mit Hilfe der Paketportomarken als Pakete befördert.

An diesem System der grönländischen Post sollte sich in den nächsten dreißig Jahren kaum etwas ändern. Die Serie der drei Paketportomarken wurde jedoch im Laufe der Jahre auf neun verschiedenen Werte erhöht. Schließlich wurde im Jahr 1937 sowohl die Inschrift der Briefmarken als auch der Eisbär etwas dicker. Die erhöhten Auflagezahlen (vom Wert zu 20 Øre wurden 344.000 Exemplare hergestellt) zeugen auch vom erhöhten Postaufkommen des Landes. Zu dieser Zeit waren bis zu siebzehn verschiedene Schiffe mit Posttransporten in den Sommermonaten unterwegs.

Avanersuaq ist das nördlichste Gebiet von Grönland und seitens der grönländischen Post war es äußerst schwierig, dieses Gebiet postalisch zu versorgen. Deshalb gab es eine Anfrage aus Qaanaaq als dem größten Ort Avanersuaqs, ob man eine eigene Postverbindung per Schiff nach Kopenhagen einrichten durfte. Die grönländische Post gestatte dies und erlaubte außerdem die Ausgabe eigener Briefmarken zur Freimachung der mit der Schiffspost beförderten Briefe. Am 16.07.1935 kam es schließlich zur Ausgabe solcher Briefmarken. Sie wurden in Kopenhagen auf private Initiative erstellt. Es handelt sich somit um die ersten Freimarken, die in Grönland verwendet wurden. Diese vierteilige Briefmarkenserie wurde im Jubiläumsjahr 1935 unter dem Motto "25 Jahre Gründung der Siedlung Qaanaaq" neu aufgelegt. Die Briefmarken trugen allerdings die Inschrift "Thule / 1910 - 1935". Thule war hierbei der dänische Name für die Siedlung. Die Werte zu 10, 15, 30 und 45 Ore zeigten neben Walrossen und der dänischen Flagge, Knud Rasmussen, den Gründer der Siedlung und das Kap York. Im Jahre 1936 wurde ein weiterer Ergänzungswert zu 20 Ore mit einem Bild der Siedlung ausgegeben. Die private Schiffspostverbindung nach Kopenhagen wurde jedoch am 31.07.1937 wieder eingestellt.

König Christian X. zierte als erster eine grönländische Dauermarke, denn am 1. Dezember 1938 kam es zur Übernahme des gesamten Postverkehrs Grönlands durch die Königliche Dänische Post. Dies brachte eine Abschaffung der Paketpostmarken sowie eine Einführung gewöhnlicher Freimarken in ganz Grönland mit sich. Anders als auf den Färöer oder in Island kam dieser Schritt der dänischen Post sehr spät. Die Freimarkenserie zu 1, 5, 7, 10, 15 und 30 Öre sowie einer Krone zeigten das Bildnis des dänischen Königs Christian X., beziehungsweise die beiden Höchstwerte einen Eisbären.

Durch die Besetzung Dänemarks durch das Deutsche Reich blieb diese Ausgabe lange Zeit die einzige. Schließlich ging jegliche Verbindung verloren und Grönland wandte sich an die USA und Kanada. Die US-amerikanische Armee besetzte die Insel und richtete aus militärtaktischen Gründen mehrere Flughäfen ein, die ab den Jahre 1941 auch für die ersten Luftpostverbindungen in Verwendung waren. Im Jahre 1945 bat man die USA um die Herstellung von Briefmarken, wobei das begehrte Kryolith aus Ivuttuut eine große Rolle spielte.

Schon bald nach der Anfrage Grönlands nach Briefmarken kam es zur Ausgabe von 70.000 Sätzen neuer grönländischer Briefmarken aus der American Bank Note Co. in New York. Die Serie, als "American Is-sue" bezeichnet, bestand aus neun Werten, die neben den dänischen König Christian X. auch Seehunde, Inuits im Kajak, Hundeschlitten und Eisbären zeigte. Nach der Befreiung Dänemarks wurde die "American Issue" bald nur noch mit dem Aufdrucken "Danmark / Befriet / 5. Maj 1945" verwendet. Dies geschah zeitgleich zum Abzug der US-Amerikaner und der Einstellung der grönländischen Luftpost im Jahre 1946.

Die dänische Post übernahm jedoch wieder schnell das grönländische Postwesen und führte bald wieder eigene Briefmarkenausgaben ein. Auch ein Luftpostnetz mit der Verbindung nach Dänemark wurde im Jahre 1949 eingerichtet. Schließlich kam es zur Ausgabe der ersten Sondermarken und Wohltätigkeits-marken Ende der 1950er Jahre. Wegen der kleinen Auflagen und wenigen Ausgaben entwickelte sich Grönland zu einem gefragten Sammelgebiet.

zurück
Die frühen Ausgaben

Die ersten grönländischen Marken wurden vom Kgl. Grönländischen Handelskontor verausgabt und trugen die Inschrift "PAKKE-PORTO" sowie die Nominale. Nach drei Werten im Jahre 1905 folgten zwischen 1916 und 1937 neun weitere Werte, wobei hier zwischen den Zähnungen A (L 11 1/4) und B (L 10 3/4) unterschieden wird. 1937 gab es dann nochmals zwei weitere Marken.

Eine weitere Privatmarken, die aber mit amtlicher Genehmigung für den Postverkehr zwischen Thule und Kopenhagen verwendet wurden, waren die fünf Marken des Thule-Bezirks in Nordwestgrönland vom 6. Juli 1935 anläßlich des 25. Jahrestages der Siedlungsgründung.

zurück
Geographie und Klima

Grönland reicht von 59° 50' nördl. Breite (Kap Farvel) bis 83° 37' nördl. Breite (Kap Morris Jesup) ist 2.650 km lang und bis 1.000 km breit. Etwa 341.700 km der Fläche Grönlands sind eisfrei. Der bis zu 150 km breite eisfreie Küstensaum hat hohe Randgebirge (im Osten Gunnbjørns Fjeld mit 3.700 m über dem Meeresspiegel) und tiefer gelegene, einst eisbedeckte Tal-, Seen-, Moränenlandschaften, Fjorde, zum Teil auch flaches Küstenland. Das von den Rändern sanft ansteigende Inlandeis erreicht unter 67 bis 72 Grad nördlicher Breite Höhen von über 3.300 m (größte Eisdicke 3.400 m).

dk_gr211.jpgDie Insel ruht in einem schalenartigen, felsigen Untergrund, dessen Boden im Innern bis 250 m unter den Meeresspiegel reicht und besitzt große, ins Meer mündende Gletscher, besonders auf der Westseite, kalben Eisberge. Im Bereich des Inlandeises und im Norden sind die Temperaturverhältnisse polar (Winter um 30 Grad Celsius, Sommer wenig über 0 Grad Celsius) mit geringen Niederschlägen. Der Süden hat milderes Klima (Angmagssalik: Julimittel 7,1 Grad Celsius, Februar 9,1 Grad Celsius, Qaqortoq: Juli 7,4 Grad Celsius, Februar 8,2 Grad Ceslius). Die besonders an der Westküste häufig auftretenden Fallwinde bringen wärmere Luftmassen und lassen verstärkt Vegetation aufkommen. Die Tierwelt ist fast rein polar: Rentiere, Blau- und Weißfüchse, Polarhasen, im Norden Moschusochsen, Lemminge. Die Küstengewässer sind reich an Fischen und Robben. Die Pflanzenwelt wird vom Süden (bis 4 m hohe Birken und Erlen, Wacholder, Rhododendron, Kräuter, Moose, Flechten) nach Norden hin (Polarweiden) immer spärlicher.

Insgesamt herrscht polares und subpolares Klima, das an der Westküste durch den Golfstrom gemildert wird. Die Temperatur auf dem Inlandeis hat ein absolutes Temperaturminimum von -70° Celsius. Im Sommer kommt sie bis an 0° Celsius heran. Die Küstenstreifen, an der Westküste bis 150 km breit, und alle vorgelagerten Inseln sind eisfrei und haben Tundravegetation die nach Norden hin stark abnimmt.

zurück
Ausgaben bis 1978

dk_gr39.jpgBis zur Erreichung der Selbstverwaltung am 1. Mai 1979 erschien ganze 111 Briefmarken. Die erste Ausgabe der Kgl. Dänisch-Grönländischen Post sind die Freimarken "König Christian X: und Eisbär" vom 1. Dezember 1938. Es dauerte bis zum Jahre 1945, bis die nächsten Freimarken, die sog. "New Yorker Ausgabe" vom 1. Februar und mit Überdruck "DANMARK / BEFRIET / 5. MAJ 1945" folgten. Am 1. Februar 1946 gab es dann noch zwei Ergänzungswerte. 1950/63 gab es insgesamt neun Werte der neuen Freimarkenserie "König Frederik IX. und Arktisschiff", 1956 die Nr. 7 und 27 mit Wertaufdruck, 1947 die Sondermarke "Grönländische Sagen", 1958 "Tuberkulosebekämpfung" und "200. Todestag Hans Egede" und 1959 "Grönlandhilfe"

dk_gr45.jpgDie 60er Jahre wurden am 24.11.1960 mit einer Marke "50. Jahrestag Handelsstation Thule" eröffnet. Weitere Emissionen der 60er Jahre waren 1961 "Grönländische Sagen", 1963 die Freimarken "Nordlicht, König Frederik IX. und Eisbär" und "50. Jahrestag der Atomtheorie von Niels Bohr", 1964 "150. Geburtstag Samuel Kleinschmidt", 1966 "Grönländische Sagen", 1967 "Hochzeit der Thronfolgerin Margarethe" und "Grönländische Sagen" 1968 "Kinderhilfe" und 1969 "70. Geburtstag König Frederik IX.", "Grönländische Sagen" und die Freimarke "Moschusochse".

dk_gr75.jpgDie 70er Jahre wurden am 5. März mit einer Freimarke "Tierwelt" und am 4. Mai 1970 mit einer Sondermarke "25. Jahrestag der Befreiung Dänemarks" eröffnet. Es folgten 1971 "250. Jahrestag der Landung Egedes in Grönland" und "Postbeförderung in Grönland", 1972 "Tod König Frederiks IX." und "Postbeförderung in Grönland", 1973 die Freimarke "Walroß", die ersten Werte der neuen Freimarkenserie "Königin Margarethe II." und die Sondermarke "Für die Katastrophenopfer von Heimaey".

dk_gr91.jpg1974 wurden die Marken "Postbeförderung in Grönland" und "200 Jahre Grönlandhandel" emissiert. 1975 gab es die Freimarke "Narwal", "Postbeförderung in Grönland", "Radiosstationen auf Grönland" und "25 Jahre Schlittenpatrouille", 1976 "Naturschutz", "Sport" und "Postbeförderung in Grönland", 1977 "Kunsthandwerk" und "100. Geburtstag Jörgen Brödlund" und 1978 "100 Jahre wissenschaftliche Untersuchungskommission", weitere Werte der Freimarkenserie "Königin Margarethe II.", "25. Jahrestag der Änderung des Grundgesetzes", "200 Jahre Stadt Godthäb" und "Kunsthandwerk".

zurück
Bevölkerung, Wirtschaft und Verkehr

dk_gr212.jpgDie Bewohner Grönlands, nur zum kleinen Teil noch reine Eskimo, sind meist mit Europäern vermischt (Grönländer). Etwa 20 Prozent der Bevölkerung sind außerhalb des Landes geboren. 87 Prozent gelten als Grönländer (Nachfahren der Inuit). Aufgrund der andauernden Rückwanderung europäischer Bewohner bleibt die Bevölkerungszahl fast konstant. Davon sind 98 Prozent protestantisch. Amtssprachen sind Eskimoisch (Westgrönländisch) und Dänisch. Haupterwerbszweige sind Fisch- (Dorsch, Heilbutt) und Robbenfang, zum Teil mit industrieller Verarbeitung, ferner Schafzucht und Bergbau (seit 1973/74 Abbau der Blei-Zink-Erze bei Maarmorilik). Die ursprünglich bedeutenden Kryolithvorkommen bei Ivigtut sind ausgebeutet. Wichtiger Flugplatz für die Polarroute ist Kangelussuaq, Haupthafen ist Nuuk.

dk_gr213.jpgGrönland hat eine demokratische Verfassung. Das Parlament (Landsting) wird alle vier Jahre gewählt und wählt seinerseits den Premierminister und die Regierung (Landsstyre). Landsting und Landsstyre regeln alle innergrönländischen Angelegenheiten. Grönland ist durch zwei direkt gewählte Abgeordnete im dänischen Parlament vertreten. Die grönländische Regierung und das Landsting verwalten die grönländischen Angelegenheiten. Dies geht bis in den Bereich der Gesetze und Rechtsprechung. Dänische Gesetze können vom Landsting übernommen werden. Die Landesverteidigung obliegt Dänemark, die Außenpolitik ist weitgehend von Dänemark übernommen, es gibt spezielle Aspekte grönländischer Außenpolitik (z. B. Beziehungen zu anderen Inuit-Regionen, Nichtmitgliedschaft in der EU usw.). Grönland strebt die völlige Unabhängigkeit für 2005 an.

zurück
Ausgaben ab 1979

dk_gr115.jpgIn der Zeit seit 1979 (Beginn der Selbstverwaltung) bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wurden mit 233 Briefmarken doppelt so viele Marken verausgabt, wie in der gesamten bisherigen Geschichte der Kgl. Dänisch-Grönländischen Post. Im Jahre 1979 wurden "Selbstverwaltung", "100. Geburtstag Knut Rasmussen", "Kunsthandwerk" und "Int. Jahr des Kindes" emissiert. Die wichtigsten Ausgaben der 80er Jahre waren 1980 die neue Freimarkenserie "Königin Margarethe II." und "150 Jahre öffentliche Bibliotheken", 1981 "Pearyland-Expeditionen" und "1.000 Jahre Grönland", 1982 "Zeichnung von Jakob Danielsen", 1983 "Behindertenhilfe" und "250. Jahrestag der Ankunft der Herrnhuter Missionare in Grönland", 1984 "50. Todestag Karale Andreassen", "50. Geburtstag Prinz Henrik" und "250 Jahre Stadt Christianshab", 1985 "50. Jahrestag der Ankunft von Königin Ingrid" und "Internationales Jahr des Kindes", 1986 "Eigene Posthoheit" und "Kunst aus Thule", 1987 Block 1 (HAFNIA '87), "Jahr der Tierfänger" und Block 2 (HAFNIA '87), 1988 "Vögel" und "50 Jahre Post" und 1989 "10 Jahre Selbstverwaltung" und "Blumen".

dk_gr201ff.jpgDie 90er Jahre wurden am 5.4.1990 mit einer neuen Freimarkenserie "Königin Margarethe". Es folgten "Wohlfahrtsfonds" und die erste Ausgabe der neuen Serie "Persönlichkeiten". Für 1991 sind "Norden" und "75 Jahre Blaues Kreuz", für 1992 "250 Jahre Paamiut", "Silberhochzeit von Königin Margarethe und Prinz Henrik" und "Weihnachten", für 1993 "Int. Jahr der Ureinwohner" und "Aidsbekämpfung" und für 1994 "Winterolympiade Lillehammer" und "Gallionsfiguren" zu nennen. 1995 gab es "Arktische Orchideen", "50 Jahre UNO", "50 Jahre Ende des 2. Weltkrieges" (auch als Block 7 - 8 verausgabt) und "10 Jahre Grönländische Fluggesellschaft" und 1996 die 2. Ausgabe "Grönländische Wale" und "Gallionsfiguren". Die wichtigsten Ausgaben im Jahre 1997 waren "Schmetterlinge", im Jahre 1998 "Dänisch-grönländische Neuordnung" und die 3. Ausgabe "Grönländische Wale" und im Jahre 1999 "Weltweiter Naturschutz" und "Grönland 2000".

zurück
Geschichte

Ca. 3.000 v. Chr. wandern die Vorfahren der ersten Inuit über die Beringstraße aus Asien nach Alaska und ca. 2.500 v. Chr. gab es erste Einwanderungswellen von Indianern nach Grönland (Sarqaq-Kultur). Bereits aus dieser Zeit sind Jagdplätze, z.B. in der Disko-Bucht und bei Qaja in der Nähe des Jakobshavn-Isfjords nachgewiesen. Von 500 v. Chr. bis 1000 herrschte die indianische Dorset-Kultur vor.

dk_gr214.jpgSchon lange vor der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus erreichte Erik der Rote (950 - 1007) im Jahre 982 die grönländische Ostküste. Er war wegen einiger Morde aus Norwegen und auch aus Island verbannt worden und suchte für sich und seine Getreuen eine neue Heimat. Im Jahre 985 kehrte er mit 14 Schiffen und ca. 500 Verwandten und Freunden zurück. Im Vergleich zu seiner alten Heimat erschien im damals das wärmere Grönland wirklich als "grünes Land", zumal er an der grasbewachsenen Ostküste landete. 986 erreichen von 25 isländischen Auswandererschiffen nur 14 Grönland mit 700 Menschen an Bord. Schon bald lebten dort fast 6.000 Wikinger in den beiden Siedlungen Brattahlid und Godtháb. Die Orte wuchsen schnell und hatten Verbindungen nach Island und Norwegen. Neben Schaf- und Rinderzucht wurde vor allem Handel mit Walroßzähnen und Häuten getrieben.

Ab ca. 1000 erfolgte die Einwanderung von Inuit aus Alaska und Nordkanada (Thule-Kultur). Aus der Zeit um 1000 sind im Süden Wohn- und Kirchenruinen nordländischer Siedler erhalten. Um kehrt Leif Eriksson (der Sohn von Erik dem Roten) von Norwegen, wo er Christ wurde, mit einem Missionar nach Grönland zurück. Die grönländischen Wikinger werden Christen, die erste Kirche wird errichtet. Ebenfalls um 1000 entdeckte Leif Eriksson (der Sohn von Erik dem Roten) von Grönland kommend Nordamerika (Vinland). Die Handelsbeziehungen mit Vinland reichen bis ins 14. Jahrhundert. 1076 gibt Adam von Bremen in seiner Chronik des Erzbistums Hamburg den ersten schriftlichen Nachweis über die Besiedlung und Christianisierung Grönlands, das bei ihm Gronland heißt. Ca. 1124-1126 Grönland wird eine eigene Diözese, der Bischofssitz ist in Gardar, dem heutigen Igaliku.

dk_gr215.jpgBis heute wurden ca. 280 mittelalterliche Wohnstätten, 17 Kirchen und zwei Klöster nachgewiesen. Mitte des 13. Jahrhunderts zerfiel der Siedlungsraum aber wegen einer nachweislichen Klimaverschlechterung und weil kein Nachzug aus Island und Norwegen mehr stattfand. 1261 kam das Gebiet mit Island unter den Einfluß der norwegischen Krone, weil nur so der lebensnotwendige Nachschub an Holz, Eisen und Getreide gesichert werden konnte. Außerdem drangen immer häufiger von Norden her die Eskimos in die Siedlungsgebieten der Wikinger vor, die 1341 und 1364 einige Ortschaften im Westgau erobern konnten. 1350 berichtet der isländische Kirchenmann Ivar Bardarsson, daß die westliche Siedlung aufgegeben sei. Inuit erscheinen in der Nähe des Normannengebietes und rotten die Versterbygd-Grönländer aus. 1379 griffen die Eskimos auch Brattahlid an, wobei acht Wikinger getötet wurden. Aus dem Jahre 1408 stammt die letzte schriftliche Aufzeichnung der Nordmänner, eine Hochzeit in der Kirche von Hvalsey. Die Kontakte mit Norwegen und Island reißen ab und es gibt einen vermehrten Holzmangel auf Grund des Verlustes der Vesterbygd (Verbindung zu Vinland). Die letzte Trauung in der Kirche von Gardar fand 1414 statt. Zu dieser Zeit gehörte Grönland schon zu Dänemark und wurde nach 1430 mehr und mehr vergessen.

dk_gr216.jpgUm 1540 geriet auch ein deutsches Schiff an die Küste bei Brattahlid, fand dort aber nur einen Toten, der wohl der letzte Bewohner der Ortschaft war. Um ca. 1550 erlosch die letzte nordische Siedlung in Grönland. Ob sich die Nordmänner mit den Inuit vermischt haben oder aber ausgestorben sind, ist unklar. Erst bei der Suche nach der Nordwest-Passage kamen wieder häufiger Europäer, wie Engländer, Niederländer und Dänen und auch Walfänger wieder öfters an die grönländische Küste. 1721 kam der norwegische Pfarrer Hans Egede auf Ermutigung der dänischen Krone nach Grönland, um die letzten Nachfahren der Wikinger zu remissionieren. Diese waren fast ausschließlich Eskimos. Die mitgereisten Kaufleute gründeten Filialen und um 1774 übernahm der dänische Staat die Kompanie, um die Kolonie besser zu verwalten und den Walfang und Tranhandel zu kontrollieren. 1785 erhielt Grönland mehr Selbstverwaltung. Überhaupt wird im18. und 19. Jahrhundert Grönland immer wieder von niederländischen, dänischen, deutschen und anderen Walfängern besucht. Die Grönlandfahrt trägt wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung Flensburgs bei, das damals zweitgrößter Hafen Dänemarks war. Bei Auflösung der dänisch-norwegischen Personalunion blieb Grönland 1814 durch den Frieden von Kiel bei Dänemark. Der Streit um Grönland mit Norwegen wurde 1933 vom Haager Schiedsgerichtshof zugunsten Dänemarks entschieden. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts wuchs das Interesse an Grönland und es wurden einige Expeditionen entsandt. Nachdem im Jahre 1933 norwegische Besitzansprüche vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag abgelehnt worden waren, wuchs auch die strategische Bedeutung Grönlands. Nach 1945 bauten die USA an der Nordwestküste Grönlands Luftstützpunkte. 1951 schlossen die USA und Dänemark einen Vertrag über die gemeinsame Verteidigung der Insel. Anders als auf den Färöer Inseln gab es nach dem 2. Weltkrieg in Grönland keine Unabhängigkeitsbewegung. Als im Jahre 1953 Grönland eine Selbstverwaltung erhielt und die Bewohner den anderen dänischen Staatsbürgern gleichgestellt wurden, fand dies die Zustimmung der Einheimischen. Es wurde viel in Grönland investiert, um moderne Wohnungen und Industrieanlagen für die Fischverarbeitung zu bauen und um Bergbau und Schafzucht zu fördern. Grönland wurde 1953 integraler Bestandteil Dänemarks. 1979 erhielt Grönland Selbstverwaltung in wirtschaftlichen u.a. inneren Angelegenheiten (eigenes Parlament und eigene Regierung). Nach einer Volksabstimmung 1982 schied Grönland 1985 aus der EG aus.

Die Erforschung Grönlands begann mit H. Egede (1721-36) und Karl Ludwig Giesecke (geb. 1761, 1807-15) sowie mit der im 19. Jahrhundert verstärkten Suche nach der Nordwestpassage. 1822 landete W. Scoresby als Erster an der Ostküste, die 1869-70 von der deutschen Germania-und-Hansa-Expedition erforscht wurde. Erste Vorstöße ins Innere unternahmen 1883 A. E. Nordenskiöld, 1886 R. E. Peary. Durchquert wurde die Insel erstmals 1888 von F. Nansen und O. N. Sverdrup und danach u.a. (1912-13) von A. Wegener und Johann Peter Koch (geb. 1870, 1928). K. Rasmussen erforschte auf mehreren Expeditionen (seit 1902) besonders Leben und Geschichte der Eskimo. Am 01.05.1979 erhielt Grönland den Status eines autonomen Staatsteils Dänemarks.

zurück
Ausgaben ab 2000

dk_gr346.jpgFür das Jahr 2000 sind die Ausgaben "50 Jahre Schlittenpatrouille", Block 18 ( Arktische Wikinger) und die erste Ausgabe "Grönländisches Kulturerbe" zu nennen. Die wichtigsten Ausgaben des Jahres 2001 waren Block 20 (Arktische Wikinger), "Arktische Winterspiele" und Block 22 (Nicht verausgabte Briefmarken). 2002 erschienen "Zirkus" und Block 26 (100 Jahre ICES) und 2003 "Hunde", "100 Jahre Dänische Literatur-Expedition)", "Europa" und Block 30. Für das Jahr 2004 sind die Ausgaben "Europa", "Grönlandexpedition" und "Königliche Familie" zu nennen.

Im Jahre 2005 erschienen "Ilulissat-Eisfeld", "100 Jahre Paketpost" und "Bergblume" und im Jahre 2006 "50 Jahre Europa", "Pilze - Gypsy" und "Pilze - Saffron-Milchhut". Die wichtigsten Emissionen des Jahres 2007 waren "Urbanisierung", "Familie", der Block "100 Jahre Paketpost" und "Chariot-Victor-Expedition" und im Jahre 2008 wurden "Königshochzeit", "Tuberkulose", "Nordenskjölk-Expedition" und der Kleinbogen "Tuberkulose" emissiert. Im Jahre 2009 erschienen "Erderwärmung", "Greenlandic-Cancer-Society" und der dazugehörige Kleinbogen, "75. Geburtstag Prinz Henrik", "Grönländische Comics", "Auf dem Weg zur Unabhängigkeit", "Wissenschaft" und "Weihnachten".

Im Jahre 2010 wurden "Europa", "Air Greenland", "25 Jahre Theatergruppe Silamiut", "Frauentag", "70. Geburtstag vion Königin Margarethe", "25 Jahre grönländische Flagge", "Leben an der Küste", "Grönländische Comics", "1000 Jahre Handelsstation Thule", "Bergbau", "Weihnachtem" sowie "IMIK" emissiert. Im Jahre 2011 gab es "Europa", "Beeren", die Dauermarken "Königin Margarethe", "Zivilluftfahrt", "Grönländische Comics", "Sepac 2011", "Bergbau" sowie "Weihnachten". Für das Jahr 2012 sind die Ausgaben "40 Jahre Thronbesteigung von Königin Margarethe", "Beeren", "50 Jahre Knud-Rasmussens-Universität", "UNICEF", "Leben an der Küste", "Landwirtschaft", "Bergbau", "Europa", die Dauermarken "Königin Margarehte" sowie "Weihnachten" zu nennen. Im Jahre 2013 erschienen "MIBB", "Bergbau", "Europa", "Gefährdete Tierarten", "Landwirtschaft", "Sepac 2013", "250 Jahre Uummannaq", "250 Jahre Aasiaat", ...

... wird fortgesetzt ...

nach oben