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24.07.2016: die Seite "Bundesrepublik Deutschland" wurde heute aktualisiert!

25.05.2015: heute konnte ich den 18.500sten Besucher auf meiner Homepage begrüßen!

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Vorwort

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Die erste Briefmarke überhaupt erschien 1840 in England, die sog. "Black Penny". Am 1. Mai 1840 schrieb der englische Postmaster Rowland Hill in sein Tagebuch: "Heute zum ersten Mal die Briefmarken an das Londoner Publikum verkauft. Großer Andrang im Postbüro." Die Idee war damals revolutionär zu nennen: Hill war zwar nicht der Erfinder, aber doch unstrittig der erste Realisator der Idee, eine Marke als gummiertes, aufklebbares Postwertzeichen zur Frankatur zu verwenden.

Während vorher i. d. R. der Empfänger eines Briefes das Porto nachentrichtete, zahlte jetzt der Absender die Gebühren im voraus. Dies wurde durch das Aufkleben einer Marke, die durch Abstempelung oder Federzug als "gebraucht" entwertet wurde, dokumentiert. Die Engländer können sich somit rühmen, daß sie nicht nur den Fußball, sondern auch die Briefmarke "erfunden" haben.

Danach war der Siegeszug der Briefmarke nicht mehr aufzuhalten und binnen ein bis zwei Dekaden übernahmen die Postverwaltungen in anderen Länder das britische Modell der Briefmarken. Legendär sind z. B. die "Blaue Mauritius", die "Basler Taube" und das brasilianische "Ochsenauge", aber auch der "Bayern-Franco" und der "Sachsen-Dreier" genießen unter Sammlern einen legendären Ruf.

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Vorphilatelie

Briefe aus der Zeit, als es noch keine Briefmarken eines Landes gab, zählen zur Vorphilatelie. Vor den Briefmarken waren die Stempel, so daß die Poststempel das interessanteste Feld der Vorphila-Zeit darstellen. Stempel wurden schon im 17. Jahrhundert eingesetzt.

Die ersten Stempel setzte der englische Postmaster Henry Bishop ein und sie dienten dazu, die Beförderungszeit zu dokumentieren. Daneben gab es auch sog. "Gebühr-bezahlt"-Stempel, die bezeugten, daß das Porto für die Briefbeförderung entrichtet wurde. Mit Einführung der Briefmarken wurden diese mittels Stempel entwertet, um sie zum wiederholten Gebrauch ungültig zu machen.

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Die frühen Ausgaben

Die frühen Marken des 19. Jahrhunderts zeichneten sich dadurch aus, daß sie meist recht schmucklos waren. In der Regel waren sie ein- bis zweifarbig und auch die Zähnung kam erst später auf. Auch die Motivwahl war recht konservativ: häufig war nur der Wert aufgedruckt (ggf. mit Währungsangabe) oder es wurde - wie bei den Münzen - das Porträt des Herrschers, das Staatswappen oder ein anderes Symbol gezeigt. "Sondermarken" im heutigen Sinne gab es eigentlich erst um die Jahrhundertwende.

Die erste Marke in Deutschland erschien am 1. November 1849 in Bayern und war ziemlich unspektakulär. In den Zeitungen wurde das Ereignis zunächst nicht erwähnt. Von den Zeitgenossen wurde also das Ereignis eher beiläufig zur Kenntnis genommen. Erst in späterer Zeit wird das Erscheinen der ersten Briefmarke in Deutschland als markante Zäsur in der Geschichte der deutschen Post empfunden.

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Die Philatelie heute

Heute sind Briefmarken ein allgemeiner Gebrauchsgegenstand geworden und "Massenware". Allerdings gelten sie auch als "Botschafter", die viel über die Kultur eines Landes aussagen. Deshalb gibt es neben Dauermarkenserien, die meist über viele Jahre im Gebrauch sind, auch eine Vielzahl von Sondermarken, Blocks, Kleinbogen, Markenheftchen und Ganzsachen, so daß jeder Sammler nach seinem Gusto sammeln kann.

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Kleiner Abriß zur deutschen Postgeschichte

- Überblick -

Die deutsche Postgeschichte reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück mit der sog. Metzger-Post und dem Postdienst der Fürsten von Thurn und Taxis. Die wichtigsten Postverwaltungen der Moderne waren die Deutsche Reichspost (1871-1945), die Deutsche Post der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (1949-1990), die Deutsche Bundespost Berlin (1949-1990), die Deutsche Bundespost (1949-1995) und (seit 1995) die Deutsche Post AG.

- Metzger-Post -

Die "Metzger-Post" ist sicherlich die älteste, internationale Postorganisation des Mittelalters. Die Gilde der Metzger übernahm dabei mit Pferden den Kurierdienst. Wenn die Post ankam, benutzten sie ein Horn, das später zum allgemeinen Symbol der Post in vielen Ländern wurde. Diese Art der Post entstand im 12. Jahrhundert und währte bis zum Jahre 1637, als die Herren von Thurn und Taxis das alleinige Postregal erhielten.

- Thurn and Taxis -

Schon 1497 installierte Franz von Taxis auf Anordnung von Kaiser Maximilian I. im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation einen Postdienst, der das bisherige des Brieftransportes bei Bedarf durch einen offiziellen Dienst ersetzte. Er baute eine Reitpost mit Relaystationen auf, das den Posttransport verkürzte und die Zustellung erleichterte. Die Postreiter in gelbschwarzer Kleidung versahen daraufhin über mehrere Jahrhunderte den Postdienst. Thurn und Taxis führte um 1650 zudem den ersten Postkutschendienst in Europa seit der Römerzeit ein. Erst mit der Rheinischen Förderation unter Napoleon I. verloren die Für-sten das Postmonopol. Die Dienste wurden aber weiterhin aufrecht erhalten und es wurden sogar eigene Briefmarken verausgabt, bis Preußen 1867 den Norddeutschen Bund ins Leben rief und man Thurn und Taxis die Vorrechte abkaufte.

- Altdeutsche Staaten -

Vor Errichtung des zweiten Deutschen Reiches im Jahre 1871 errichteten einige deutsche Staaten eine eigene Postverwaltung und verausgabten sogar eigene Briefmarken. Die erste deutsche Briefmarke überhaupt erschien am 01.11.1849 in Bayern. Es folgten Baden (1851), Bergedorf (1861), Braunschweig (1852), Bremen (1855), Hamburg (1859), Hannover (1850), Helgoland (1867), Lübeck (1859), Mecklenburg-Schwerin (1856), Mecklenburg-Strelitz (1864), Oldenburg (1852), Preußen (1850), Sachsen (1850), Schleswig-Holstein (1850) und Württemberg. Thurn und Taxis verausgabte seine ersten Marken 1852. Als die nördlichen Staaten den Norddeutschen Bund im Jahre 1858 schlossen, bildeten sie den Norddeutschen Postbezirk. Auch für die sog. Reichslande Elsaß-Lothringen erschienen eigene Briefmarken. Erst am 31.03.1920 stellten Bayern und Württemberg ihre Postho-heiten ein.

- Deutsches Reich (1871-1918) -

Offiziell nahm die Deutsche Reichspost ihren Dienst am 04.05.1871 auf, wobei bis zur Herausgabe eigener Marken am 01.01.1872 weiterhin die Marken des Norddeutschen Bundes gültig waren. Der erste Postmeister wurde Heinrich von Stephan, der auch die Postkarte erfand und den Weltpostverein gründe-te. die bekannteste Dauermarkenserie zeigte das "Germania"-Motiv. Die Marken erschienen zwischen 1900 und 1922 und haben somit von allen deutschen Dauermarken die längste Laufzeit. Die Inschrift wechselte von "Reichspost" zu "Deutsche Post".

- Deutsche Kolonien -

Es wurden für alle deutschen Kolonien Briefmarken verausgabt. Zum deutschen Kolonialbesitz gehörten Kamerun, die Karolinen, Kiautschou, die Marianen, die Marschall-Inseln, Samoa, Togo, Eutsch-Neuguinea, Deutsch-Ostafrika, Deutsch-Südwestafrika und das sog. Witu-Schutzgebiet. Als gemeinsames Motiv wurde die Jacht HMS Hohenzollern gewählt. Vor Einführung der Kolonialmarken wurden normale deutsche Briefmarken benutzt.

- Deutsche Post im Ausland -

Das Deutsche Reich unterhielt eigene Postämter in China, Marokko und in der Türkei. Dabei wurden die normalen deutschen Ausgaben entsprechend mit dem jeweiligen Landesnamen und der üblichen Währung überdruckt.

- Deutsche Besatzung im 1. Weltkrieg -

Zur Zeit des 1. Weltkrieg waren Teile von Belgien, Polen, Rumänien sowie in West- und Ost-Europa besetzt. Es gab Ausgaben für die Deutsche Besatzung in Belgien, das Etappengebiet West, die Deutsche Besatzung Ober-Ost, die Deutsche Besatzung in Polen sowie die Deutsche Besatzung in Rumänien, wobei meist Germania-Ausgaben mit einem Überdruck versehen wurden.

- Weimarer Republik (1918-1933) -

Auch nach dem Ende des 1. Weltkriegs, als Deutschland Republik wurde, versah die Deutsche Reichspost weiterhin ihre Funktion als nationale Postverwaltung. Im Jahre 1919 erschienen die ersten Gedenk-ausgaben, Luftpostmarken und einige Lokalausgaben. Zur Zeit der Hyperinflation im Jahre 1923 gab es Nominalen bis zu 50 Mrd. RM. Die wichtigsten Dauerserien waren die Ausgaben "Berühmte Deutsche" sowie die Hindenburg-Marken. 1928 erschienen außerdem die Zeppelin-Marken.

- Deutsche Abstimmungsgebiete -

Auf Grund der Bestimmungen des Versailler Vertrages kam es in vielen Gebieten im Jahre 1920 zu Abstimmungen über die weitere Zugehörigkeit zum Deutschen Reich, wobei auch eigene Briefmarken ver-ausgabt wurden. Dies waren Allenstein, Danzig, Marienwerder, das Memelgebiet, Oberschlesien, das Saargebiet und Schleswig.

Auf Grund des Friedensdiktates der Alliierten wurde Danzig 1920 "Freie Stadt" und es erschienen bis zur Wiederangliederung an das Deutsche Reich im Jahre 1939 eigene Briefmarken. Außerdem gab es ein polnisches Postamt in Danzig selbst sowie im Hafen (Port Gdansk), das Überdrucke auf polnischen Brief-marken verwendete.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde das sog. Memelgebiet (mit Memel und Klaipeda) errichtet. Zunächst wurden deutsche, danach französische und litauische Marken überdrukct. Zwischen 1920 und 1923 erschie-nen eigene Marken, bis das Gebiet von Litauen annektiert wurde.

Für das Saargebiet war der Völkerbund zuständig. Es erschienen zwischen 1920 und 1935 eigene Briefmarken, bis das Gebiet auf Grund der Volksabstimmung zu Deutschland zurückkehrte. Zunächst wurden deutsche und bayrische Marken überdruckt. Nach dem 2. Weltkrieg kam das Gebiet als "Saarland" unter französische Verwaltung und verausgabte Briefmarken von 1947 bis 1956. Auf Grund eines Referendums kehrte es 1956 nach Deutschland zurück, gab aber als "Bundesland Saarland" noch bis 1959 eigene Briefmarken heraus.

- Drittes Reich (1933-1945) -

Auch zur Zeit des nationalsozialistischen "Dritten Reiches" besaß die Deutsche Reichspost immer noch das Postmonopol unter der Aufsicht des Reichpostministeriums. Die NS-Propaganda zeigte sich auch auf den Motiven dieser Zeit. Die wichtigste Dauermarkenserie war die Hitler-Ausgabe und gegen Ende des 2. Weltkriegs wurde die Inschrift "Deutsches Reich" gegen "Großdeutsches Reich" ausgetauscht. Ab 1942 gab es diverse Feldpostmarken und in diesem Jahr wurde auch das weltweit erste Postleitzahlensystem mit zweistelligen Nummern eingeführt.

- Sudetenland und Böhmen-Mähren -

Auf Grund des Münchener Abkommens kam 1938 das Sudetenland nach Deutschland zurück, wobei tschechoslowakische Marken überdruckt wurden, bis Briefmarken aus Deutschland eintrafen. 1939 okku-pierte Nazi-Deutschland große Teile der Tschechoslowakei und überdruckte deren Marken. Danach wurden bis 1945 eigene Marken für Böhmen und Mähren verwendet.

- Deutsche Besatzung im 2. Weltkrieg -

Während des 2. Weltkriegs waren weite Teile Europas von deutschen Truppen besetzt und es erschienen Ausgaben für Albanien, Belgien, Dänemark, das Elsaß, Estland, Frankreich, das Generalgouvernement, die Kanal-Inseln, Kotor, Kurland, Laibach, Lettland, Litauen, Lothringen, Luxemburg, Mazedonien, Montenegro, das Ostland, Rußland, Serbien, die Ukraine, Zante und Zara.

- Lokalausgaben -

Nach der bedingungslosen Kapitalation brach auch der geregelte Postverkehr zusammen. Zahlreiche Gemeinden richteten deshalb einen lokalen Briefdienst ein, wobei häufig Marken der Hitler-Serie überdruckt wurden. Lokalausgaben gab es von Altdöbern, Apolda, Arnsberg, Aschaffenburg, Bad Nauheim, Bad Saarow, Barsinghausen, Cottbus, Demmin, Döbeln, Eckartsberga, Falkensee, Finsterwalde, Flensburg, Frankenau, Frankenberg, Fredersdorf, Freudenstadt, Glauchau, Görlitz, Gottleuba, Großräschen, Ham-burg, Herrnhut, Holzhausen, Kiel, Köln, Lautersbach, Löbau, Löhne, Lohne, Lübbenau, Lütjenburg, Meißen, Mindelheim, Mühlberg, Naumburg, Netzschkau, Niesky, Perleberg, Plauen, Rosswein, Ründeroth, Saalgau, Schwarzenberg, Spremberg, Storkow, Strausberg, Titisee, Unna, Westerstede, Wittenberg und Wurzen.

- Alliierte Besatzungsausgaben -

Nach der Besetzung Deutschlands durch die Alliierten wurde auch der Postverkehr wieder aufgenommen, wenn auch unter verschiedenen Oberhoheiten. So verausgabten die Amerikaner und Briten Marken mit Inschrift "AM Post" (Allied Military) im Jahre 1945 als ersten Schritt, um einen geordneten Postverkehr wieder herzustellen. Im Dezember 1945 folgten die Franzosen mit eigenen Marken, wobei diese die Inschrift "zone française" trugen, bis später für Baden, Rheinland-Pfalz und Württemberg jeweils eigene Ausgaben erschienen. Zusätzlich gab es eigene Ausgaben für das Saarland. Die Sowjets verausgabten in ihrer Zone ab 1945 verschiedene Ausgaben für Berlin-Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Ost Sachsen, West Sachsen, Provinz Sachsen und Thüringen.

Ab 1946 trugen - bis auf die Französische Zone - die Marken die Inschrift "Deutsche Post". Der Alliierte Kontrollrat bestimmte zudem 1946 die gelbe Farbe als spezifisches Merkmal für die Post.

Die gemeinsamen Ausgabe wurden mit Beginn des Kalten Krieges durch eigene Ausgaben für die BI-Zone und für die Sowjetische Zone ersetzt. Mit diesen Ausgaben wurde die Entstehung zweier deutscher Staaten, der Bundesrepublik Deutschland und der Demokratischen Republik psotalisch vorweggenommen.

- Deutsche Bundespost Berlin -

West-Berlin, das unter der Kontrolle der drei Westalliierten stand, begann mit der Verausgabung eigener Briefmarken am 03.09.1948. In 42 Jahren erschienen über 800 verschiedene Marken mit der Inschrift "Deutsche Bundespost Berlin" bis zur Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990. Viele Ausgaben sind motivgleich mit dem westdeutschen Emissionen und die Marken waren auch in Westdeutschland gültig.

- Deutsche Post der DDR -

Mit der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) bekam dieses Land auch eine eigene Posthoheit. Die erste Ausgabe erschien am 09.10.1949. Die Briefmarkenproduktion war stark profitorientiert und es erschienen ca. 3.000 verschiedene Marken, die meist zwecks Devisenerwerbs ins Ausland verkauft wurden. Viele Marken kamen somit eigentlich garnicht erst in Umlauf, sondern gingen direkt an Breifmarkenhändler. Eine Besonderheit war der sog. "Sperrwert", ohne den ein Satz praktisch wertlos war. Auf diese Weise wurde der Wert der Ausgaben und der Verkaufspreis künstlich erhöht. Nach der Wiedervereinigung ging die Deutsche Post in der Deutschen Bundespost auf.

- Deutsche Bundespost -

Als die Bundesrepublik Deutschland (BRD) gegründet wurde, wurde die Deutsche Bundespost als nationale Postverwaltung eingerichtet. Der Name entstand im Jahre 1950, nachdem die Inschrift auf Marken bis dahin noch auf "Deutsche Post" lautete. 1961 wurde das zweistellige Postleitzahlensystem durch ein vierstelliges System abgelöst, das nach der Wiedervereinigung durch ein fünfstelliges ersetzt wurde. Es erschienen bis zur Wiedervereinigung ca. 1.400 verschiedene Briefmarken. Ab 1989 begann der Prozeß der Privatisierung des Postwesens mit Abtrennung der Postbank und der Telekom.

- Wiedervereinigung 1990 und Deutsche Post AG -

Nach der Wiedervereinigung im Jahre 1990 ging die Deutsche Post der ehemaligen DDR in der Deut-schen Bundespost auf, die für Gesamtdeutschland das Postwesen übernahm. Die Marken beider Postanstalten waren für eine gewisse Übergangszeit noch im ganzen Einzugsgebiet gültig, wobei dies für die DDR-Ausgaben Michel-Nr. 1004-3343 bis zum 01.10.1990 und für die Michel-Nr. 3344-3365 bis zum 12.12.1991 galt. 1993 wurde ein fünfstelliges Postleitzahlensystem eingeführt und 1995 ging aus der ehemaligen Bundespost die börsennotierte Deutsche Post AG hervor, deren Aktien ab 2000 öffentlich erworben werden konnten. Das Unternehmen tendiert seitdem dahin, ein internationaler Logistikkonzern zu werden.

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Literatur

- Gert W. F. Murmann, PHILA-LEXIKON, das Lexikon für den Markensammler, Kamp-Lintfort 2009 (auf CD erhältlich)

- Andreas Hahn (Hrsg.), Schätze der Philatelie (aus den Archiven der Museumsstiftung Post und Telekommunikation), Bonn 2002

- 150 Jahre Deutsche Briefmarken, Jubiläumsedition der Dt. Post AG, Bonn 1998 (3 Bände)

- Hans-Jürgen Wischnewski, Mein Land, Unsere Geschichte, 150 Jahre Deutschland auf Briefmarken, München 1998

- Peter Fischer, 150 Jahre Deutsche Briefmarken, Braunschweig 1999

- Dieter Stein, Briefmarken sammeln (Die Faszination der Philatelie), Niedernhausen/Taunus 1988

- Michel-Deutschland-Spezial, München div. Jg.

- Frank Arnau, Lexikon der Philatelie, Köln o. Jg.

- Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte (div. Bände), Stuttgart 1970ff.

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