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- Das 21. Jahrhundert -
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 11.10.2021
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Überblick

Seit dem Jahr 2000 erscheinen auch in Kanada pro Jahr immer mehr Briefmarken, wobei es eine Vielzahl von Blocks, Kleinbogen und Markenheftchen gibt. Somit gehört auch Kanada leider nicht mehr zu den preiswerteren Sammelgebieten, die man für ein Neuheiten-Abo empfehlen kann.

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Die Markenausgaben 2000-2004

ca-1835.jpgIm Jahre 2000 die Marken "Millenium-Partnerschaftsprogramm", "NHL-All Stars I", "Vögel", der Kleinbogen "Ländliche Briefkästen", "Grußmarke", "Mädchen- und Jungen-Klub", "Kirche der 7-Tage-Adventisten","Zukunftsmarken", "Segelschiffe", "100 Jahre Arbeitsministerium" sowie "Wale" und im Jahre 2001 "NHL-All Stars II", "Vögel", "Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft", die Kleinbogen "150 Jahre Kanadische Post" und "300 Jahre Großer Friede von Montreal", "Grußmarken", "Theater" und "Heißluftballons" emissiert.

ca-1932.jpgFür 2002 sind die Freimarkenserie "Traditioneller Handel", "Goldenes Thronjubiläum Königin Elisabeth II.", "NHL-All Stars III", "Olympische Winterspiele", "Universitäten", "Tulpen", der Block "Korallen", "Skulpturen", der Block "Int. Jahr der Berge", "UN-Tag des Lehrers", "Börse Toronto" und "Kommunikationstechnologie", für 2003 "NHL-All Stars IV", "John James Audobon", der Kleinbogen "50Jahre Waffenstillstand in Korea", "Nationalbibliothek" und der Block "Jean-Paul Riopelle" sowie für 2004 "NHL-All Stars V", der Block "Otto Sverdrup", "Städt. Straßenbahnen", "Universitäten", "Kinderhospital Montreal", "John James Audubon", der Kleinbogen "Transatlantischer Postverkehr", "Schreib mal wieder", "Olympische Sommerspiele", "Golf", der Kleinbogen "Kanadische Ehrenkreuz-Träger" und der Block "Jean-Paul Lemieux" zu nennen.

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Kanada zu Beginn des 21. Jahrhunderts

ca-2002-x1.jpgZu Beginn des 21. Jahrhunderts stellte sich Kanada als ein prosperierendes und in vieler Hinsicht erfolgreiches Land dar. Die Bevölkerung erfreute sich nicht nur eines Lebensstandards, der zu den höchsten der Welt zählte, sondern auch guter Zukunftsaussichten und hoher Rechtssicherheit. Andererseits gab es noch ungelöste Fragen, die aus dem 20. Jahrhundert stammten. Hierzu zählen das Verfassungsproblem und die Quebecfrage. Das Problem des Regionalausgleichs und Reformen in der Sozialfürsorge und im Erziehungswesen standen weiterhin auf der politischen Tagesordnung.

Viele Schwierigkeiten sind kein rein kanadisches Problem, sondern auch aus anderen Industriestaaten bekannt. Das gewachsene soziale und konstitutionelle System gilt es auch hier an die Realitäten einer fortschreitenden Globalisierung anzupassen.

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Die Markenausgaben 2005-2009

ca-2090.jpgFür 2005 sind die Ausgaben "EXPO", der Block "Daffodils", "Brücken", der Block "Reservate", "Kriegsmuseum", der Block "Homer Watson", der Block "Rettungsdienste", "Turmspring-Weltmeisterschaft", "100 Jahre Alberta", "100 Jahre Sasketschewan", der Block "Oscar Peterson", "Acadische Deportation 1755-2005", "Polio-Vorbeugung", der Zusammendruck "Wildkatzen" und "Weihnachten" zu nennen.

ca-2149.jpgIm Jahre 2006 erschienen "Jahr des Hundes", der Zusammendruck "Olympische Winterspiele", "Kanadischer Arbeiterkongreß", "80. Geburtstag Königin Elisabeth II.", "100 Jahre McClelland & Stewart", "Kanadisches Zivilisationsmuseum", "Vancouver-Aquarium", der Zusammendruck "Kanadische Streitkräfte", "100 Jahre Kanadischer Atlas", "Lacrosse-Weltmeisterschaft", "100 Jahre Bergsteigen", der Zusammendruck "Enten", "Gesellschaft graphischer Designer" und "Weihnachten".

ca-2219.jpgIm Jahre 2007 wurden die Marken "Jahr des Schweins", "Internationales Polar-Jahr" (erschien auch als Kleinbogen), der Block "150 Jahre Ottawa", der Kleinbogen "Königliches Architektur-Institut", "Kapitän George Vancouver", "U20-Fußball-Weltmeisterschaft", "Nationalparks", "Häuptling Membertou", "100 Jahre Juristische Gesellschaft", der Kleinbogen "Gefährdete Tierarten" und "Hoffnung, Freude und Frieden" verausgabt.

ca-2265.jpgIm Jahre 2008 gab es "Jahr der Ratte", "Universitäten", "Eishockey-Weltmeisterschaft", "Industrie - Öl und Gas", "Gründung Quebecs", "Königliche kanadische Münze", "Kanadische Krankenschwestern-Organisation", "Sommer-Olympiade", "Lebensrettungsgesellschaft", "150 Jahre Britisch-Clumbia", "Robert Samuel McLaughlin", den Kleinbogen "Gefährdete Tierarten" und "Weihnachten".

ca-2317.jpg2009 wurden "Jahr des Ochsen", der Zusammendruck "Rosemary Brown und Abraham Doras Shadd", "1. Kanada-Flug", "Rettet die Pole", "Kanadische Pferde", "Kanadische Diplomatie", "Kanadische Musik-Künstler", "Kapitän Robert A. Bartlett", "Kanadische Erfindungen - Sport" und "100 Jahre Eishockey-Verein Montreal Canadiens Hockey Jersey" emissiert.

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Die Geschehnisse zu Beginn des 21. Jahrhunderts

ca-2002-x2.jpgDas Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im Jahr 2003 preisbereinigt 756,25 Mrd. Euro gegenüber 727,42 Mrd. Euro im Jahr 2002. Damit ist Kanada gemessen am BIP pro Kopf mit 23.909 Euro an achter Stelle in der Welt. Real wuchs das BIP im Jahr 2003 um 2,2 Prozent, ein Jahr zuvor waren es noch 3,4 Prozent. Die Inflationsrate betrug 2003 2,6 Prozent.

Die Liberalen verloren im Januar 2006 die Parlamentswahlen im zweitgrößten Flächenstaat der Erde, denn die Konservativen unter Stephen Harper konnten ihren Sieg feiern, wobei sie allerdings die absolute Mehrheit verfehlten. Der kanadische Ministerpräsident Paul Martin räumte seine Niederlage ein und trat vom Vorsitz seiner Liberalen Partei zurück. Nun müssten die Konservativen eine Minsterheitsregierung bilden oder Unterstützung von den linken Neuen Demokraten oder dem nach Unabhängigkeit strebenden Bloc Québecois suchen, berichteten Fernsehsender am Montagabend (Ortszeit) auf der Basis erster Hochrechnungen. Die seit zwölf Jahren regierenden Liberalen kamen auf den zweiten Platz. Die Mehrheit der Abgeordneten im kanadischen Parlament hatte die liberale Minderheitsregierung unter Premierminister Paul Martin Ende November mit einem Misstrauensvotum zu Fall gebracht. Eine Korruptionsaffäre hatte das Image von Martins seit zwölf Jahren regierender Liberaler Partei beschädigt und den Konservativen Auftrieb verschafft.

Die Weltwirtschaftskrise, die im Jahre 2008 mit der us-amerikanischen Immobilienkrise begann, verschonte auch Kanada nicht, so daß - wie in vielen anderen Ländern - sich auch die kanadische Regierung gezwungen war, viele Milliarden in die Wirtschaft und besonders das Bankwesen zu pumpen, um einen Kollaps zu verhindern. Zur Stützung der Autoindustrie gab es deshalb 2009 eine Abwrackprämie, wie sie auch in Deutschland und den USA eingeführt wurde.

Anfang Juni 2010 beschloß die Regierung, ihre Klimaziele drastisch herunterzuschrauben. Für das Jahr 2010 sollten die CO2-Emissionen nur noch um fünf Mio. Tonnen gesenkt werden und nicht um die ursprünglich geplanten 52 Mio. Tonnen. Das Kyoto-Protokoll sah für Kanada eine Reduzierung der CO2-Emissionen bis 2012 um sechs Prozent gegenüber 1990 vor. Die Regierung Harper will nun eine Reduzierung um 17 Prozent bis 2020 erreichen. Der Oppositionspolitiker Bernard Bigras vom Bloc Québécois sagte, Kanada werde somit zu einem "Umweltverbrecher".

In Kanada wurde Ende März 2011 zum vierten Mal in sieben Jahren neu gewählt, da die Regierung des kanadischen Ministerpräsidenten Stephen Harper am 25.März 2011 durch ein Misstrauensvotum der Opposition gestürzt wurde Die Oppositionsparteien hatten kritisiert, daß die konservative Regierung das Parlament nicht vollständig über die finanziellen Auswirkungen ihrer Gesetze zur Verschärfung des Strafrechts, zur Unternehmenssteuer und zum Kauf von Tarnkappen-Jagdflugzeugen informiert hätte. In der Abstimmung unterlag die Regierung mit 156 zu 145 Stimmen. Die Wahlen fanden am 2. Mai 2011 statt und Harpers Konservative Partei gelang erstmals der Gewinn der absoluten Mehrheit der Sitze.

Im Jahre 2014 beschloß Kanada, sich am Kampf gegen die terroristische ISIS (Islamischer Staat im Irak und in Syrien) zu beteiligen. Im Januar 2015 kam es im Irak dann erstmals zu einem direkten Schußwechsel zwischen westlichen Bodentruppen und Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat, in dem kanadische Soldaten verwickelt waren. Die kanadische Spezialeinheiten wurden von Kämpfern des Islamischen Staates mit Maschinengewehren und Granaten beschossen, als sie mit irakischen Soldaten die Front inspizierten. Kanadische und irakische Soldaten erwiderten das Feuer und schalteten die Stellungen des IS aus. Kanada bildete unter Führung des Brigadegenerals Michael Rouleau die irakische Armee für den Kampf gegen die radikale Sunnitenmiliz aus. Die 69 Soldaten sollten sich nicht am aktiven Kampf beteiligen, aber bei Angriffen zurückschießen.

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Die Markenausgaben 2010-2014

ca-2379.jpgFür 2010 sind die Ausgaben "Jahr des Tigers", die Dauermarken "Flagge über Mühlen", "Olympische Winterspiele Vancouver", "Romeo Leblanc", "Olympischer Geist", "Afrikanische Blumen", "Kanadisch-Israelische Freundschaft", der Zusammendruck "Vier indianische Häuptlinge", "100 Jahre kanadische Marine", der Zusammendruck "Maritimes Leben", "100 Jahre Rotasry International", "Gefährdete Insekten" und "Weihnachten" zu nennen.

ca-2470.jpgIm Jahre 2011 erschienen "Jahr des Hasen", die Dauermarken "Kanadas Stolz", "Junge Wildtiere", "Sonnenblumen", der Zusammendruck "Zeichen des Zodiak", "Internationales Jahr des Waldes", der Zusammendruck "Postzustellung", "100 Jahre kanadische Parks", "Architektur", "Königliche Hochzeit", "Kanadische Musik-Künstler", "Kanadische Erfindungen" und "Internationalales Jahr der Chemie".

ca-2519.jpgIm Jahr 2012 wurden "Jahr des Drachen", "Königin Elisabeth II. - Diamantenes Thronjubiläum" "Tageslilien", "Siedlung am Red River", "Franklin, die Schildkröte", "Kanadische Künstler", der Zusammendruck "Der Krieg von 1812", "Sommer-Olympiade", "Tommy Douglas", "Kanadische Fupßball-Teams", "Zeichen des Zodiak" und "Weihnachten" emissiert.

... wird fortgesetzt ...

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Die Regierung Trudeau

Bei den Parlamentswahlen im Oktober 2015 wurden die Konservativen um Premierminister Stephen Harper abgewählt. Die oppositionellen Liberalen von Justin Trudeau kommen auf 39,7 Prozent der Stimmen, die Konservativen auf 32,1 Prozent. Der 43-jährige Trudeau, Sohn des früheren Premierministers Pierre Trudeau, hatte angekündigt, im Falle eines Wahlsiegs die Steuern für Reiche anzuheben und viel Geld auszugeben, um die Wirtschaft anzukurbeln. "Es ist Zeit für Veränderungen in diesem Land, echte Veränderungen", sagte Trudeau in der Nacht zum 20. Obtober. "Ich werde der Premierminister aller Kanadier sein." In Umfragen lagen die drei wichtigsten der insgesamt 23 Parteien - die Konservativen, die Liberalen und die Neuen Demokraten - bis vor wenigen Wochen noch nah beieinander. In Kanada waren rund 25 Mio. Menschen in sechs Zeitzonen zwischen Halifax und Vancouver aufgefordert, ihre Stimmen abzugeben. Trudeaus Liberale hatten wie die Neuen Demokraten eine Abkehr von der Sparpolitik des bisherigen Amtsinhabers Stephen Harper angekündigt. Beide Parteien wolln zudem die Angriffe der kanadischen Luftwaffe auf die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien einstellen. Zuletzt stand Harper vor allem wegen der schwächelnden Wirtschaft und seiner harten Haltung in der Flüchtlingskrise in der Kritik. Der erste Coup des neuen Premiers war die Vorstellung seines Kabinetts, nachdem er sein Amt am 4. November angetreten hatte. Die 30-köpfige Regierungsmannschaft bestand zum einen genau zur Hälfte aus Männern und Frauen und zum anderen aus einer Menge untypischer Regierungsvertreter. Im Kabinett fanden sich ein Inuit, Sikhs, Einwanderer, Flüchtlinge. Auf die Frage nach dem Warum einer Reporterin antwortete Trudeau schlagfertig: "Weil 2015 ist." Schon kurz danach brach er aber Ende des Monats eines seiner Wahlversprechen: Aus Sicherheitsgründenwollte man 25.000 Syrer erst später aufnehmen! Bis Ende Dezember sollten die ersten 10.000 Menschen aus Lagern in Jordanien, dem Libanon und der Türkei abgeholt werden. Ende Februar sollte die Aufnahme dann abgeschlossen sein, nachdem dies ursprünglich bereits zum 1. Januar hätte so weit sein sollen. Dabei wollte man vor allem Familien ins Land holen, allein reisende Männer nur dann, wenn sie als Schwule einen besonderen Schutz benötigten.

Mitte Februar 2016 forderten Aktivisten in Montreal Gerechtigkeit für vermisste und ermordete Ureinwohnerinnen. In den vergangenen 30 Jahren sollen in Kanada 1200 indigene Frauen vermißt oder getötet worden sein. Es gilt als eines der zentralen Projekte des neuen Premieministers, denn wenige Tage nach seiner Wahl im November 2016 kündigte der kanadische Premierminister Justin Trudeau eine umfangreiche Untersuchung an, um das Schicksal von vermissten und getöteten Ureinwohnerinnen zu klären. Die Polizei des Landes ging bisher von 12.200 Fällen aus. Ihr Untersuchungszeitraum belief sich auf die vergangenen 30 Jahre. Doch Vertreter der Native Women's Association of Canada, die für die Rechte der indigenen Frauen eintritt, hielten diese Statistik für wenig aussagekräftig. Aufgrund von schlechten Erfahrungen mit der Polizei und Rassismus von Seiten der Beamten hätten einige Familien Vermißtenfälle erst gar nicht angezeigt. Die Indianer-Organisation hatte die Namen von mindestens 4.232 indigenen Frauen gesammelt, die in den vergangenen 30 Jahren entweder vermißt oder getötet wurden und deren Fälle nie aufklärt wurden. Frauenministerin Patricia Hajdu sagte, die Zahlen könnten durchaus stimmen. Die schwierige Datenlage mache eine genaue Bezifferung allerdings nahezu unmöglich. In der Vergangenheit habe die Polizei des Öfteren Mordzahlen zu niedrig angegeben. Die Ministerin warf den Beamten ebenfalls vor, bei der Aufklärung verdächtiger Todesfälle im Allgemeinen oft zu scheitern. "Die Opfer verdienen Gerechtigkeit, ihre Familien die Möglichkeit, die Wunden heilen zu lassen und gehört zu werden", sagte Premierminister Justin Trudeau zu dem Vorhaben.

Anfang März 2016 einigten sie EU und Kanada sich auf neues Handelsgericht. Die EU und Kanada kamen somit Kritikern des Freihandelsabkommens Ceta entgegen und wollten Streitfälle zwischen Investoren und Staaten vor einem neuen Handelsgericht klären lassen. Das Freihandelsabkommen Ceta zwischen der EU und Kanada galt als Blaupause für das umstrittene TTIP-Abkommen mit den USA. Entsprechend aufmerksam verfolgten Kritiker, welche Regelungen im Ceta-Vertrag getroffen wurden. Um Einwänden von Kritikern zu begegnen, sollte ein neues Handelsgericht geschaffen und damit für mehr Offenheit gesorgt werden. Bei Ceta löste man sich von dem herkömmlichen, wenig transparenten System privater Schiedsstellen. Kritiker bemängelten seit Langem weitreichende Klagemöglichkeiten für Konzerne. Streitfälle zwischen Investoren und Staaten sollten demnach künftig vor einem neuen Handelsgericht verhandelt und entschieden werden. Auch Berufungen sollten möglich sein. "Wir sind zuversichtlich, daß Ceta noch 2016 unterschrieben wird und 2017 in Kraft treten kann", teilten EU-Kommissarin Malmström und die kanadische Handelsministerin Chrystia Freeland gemeinsam mit. Das Abkommen sollte 99 Prozent aller Zölle beseitigen und die Entlastung für EU-Exporteure ca. 470 Mio. Euro im Jahr betragen. In Kanada wurden öffentliche Beschaffungsmärkte für europäische Unternehmen geöffnet. Geschützt werden sollten auch 145 Herkunftsbezeichnungen, vom Parma- bis zum Schwarzwälder Schinken.

Julie Payette am 02. Oktober 2017 Generalgouverneurin von Kanada. Sie war eine ehemalige Astronautin, die 2008 ihren zweiten Ausflug ins All machte. Am 15. Juli 2013 übernahm Payette einen Direktorenposten im staatlichen Montreal Science Centre. Zeitgleich wurde sie Vizepräsidentin der staatlichen Immobilienfirma Canada Lands Company. Am 13. Juli 2017 ließ Premierminister Justin Trudeau verlauten, daß Königin Elisabeth II. seinen Vorschlag, Payette zur Generalgouverneurin zu ernennen, angenommen hätte.

Premier Justin Trudeau hatte für den 20. September 2021 Neuwahlen ausgerufen, um Kanada mit absoluter Mehrheit regieren zu können. Er geann zwar, verpaßte aber dennoch sein Ziel. Die liberale Partei von Ministerpräsident Justin Trudeau errang bei der Abstimmung 156 Mandate und ließ die Konservativen von Kontrahent Erin O'Toole mit 122 Sitzen hinter sich. Die Mitte-Links-Partei der Neuen Demokraten (NDP) kam in den Prognosen auf 29 Sitze, genauso wie auch die Regionalpartei aus Quebec, die Grünen erreichten zwei Mandate.

Kanada hielt am 30. September 2021 erstmals Gedenktag für misshandelte Ureinwohner ab, der als nationaler Feiertag an das Leid der Indigenen erinnern soll. Im ganzen Land gab es Gedenkmärsche und Zeremonien. Der seit 2013 inoffiziell abgehaltene Gedenktag war in diesem Jahr zum gesetzlichen Feiertag erklärt worden, nachdem rund um mehrere ehemalige katholische Internate für Kinder von Ureinwohnern mehr als 1200 anonyme Gräber entdeckt worden. In Kanada waren ab 1874 rund 150.000 Kinder von Ureinwohnern und gemischten Paaren von ihren Familien und ihrer Kultur getrennt und in kirchliche Heime gesteckt worden, um sie so zur Anpassung an die weiße Mehrheitsgesellschaft zu zwingen. Viele von ihnen wurden in den Heimen misshandelt oder sexuell missbraucht. Angaben zufolge starben mindestens 3.200 dieser Kinder, die meisten an Tuberkulose, Vernachlässigung oder Mangelernährung. Die letzten dieser Schulen schlossen erst in den 1990er-Jahren.

... wird fortgesetzt ...

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