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Die Stadt- und Postgeschichte von Kamp-Lintfort
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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 17.01.2016
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17.01.2016: Die Chronologien (zur Orts- bzw. Postgeschichte) auf dieser Seite wurden ergänzt!

10.01.2016: Die Ereignisse bis Januar 2016 (samt Postgeschichte und neue Posttarife ab 1. Januar 2016) wurden auf der Seite "Nach dem Ende des Bergbaus" eingepflegt!

20.10.2014: Heute konnten wir den 8.000sten Besucher auf unserer Homepage begrüßen!

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Vorwort

vereinsemblem_2002.jpgEigentlich ist Kamp-Lintfort noch eine recht junge Stadt, die aber trotzdem auf eine sehr lange und traditionsreiche Geschichte zurückblicken kann. Maßgeblich geprägt wurde unsere Stadt durch das Kloster in Kamp, das - im Jahre 1123 vom Erzbischof Friedrich von Köln gestiftet - das erste Zisterzienserkloster in Deutschland war und von dem aus viele Tochterklöster gegründet wurden.

Einen enormen Aufschwung nahm unsere Stadt vor 100 Jahren, als das Steinkohlenbergwerk Friedrich-Heinrich errichtet wurde und der Marktflecken Lintfort sich zum eigentlichen Stadtzentrum entwickelte. Seitdem ist die Stadt immer mehr gewachsen und nicht nur am Niederrhein als "Kloster- und Zechenstadt" ein Begriff geworden.

Die Ansichtskarte aus der zweiten Hälfte der achtiziger Jahre zeigt - mit gleich sechszehn Motiven - Impressionen vom Niederrhein, wobei das Foto von Kloster Kamp den noch nicht restaurierten Terrassengarten abbildet

Über Kloster Kamp und Kamp-Lintfort sind in der Vergangenheit mehrere Bücher veröffentlicht worden. Es wurde aber noch nie versucht, die Stadt- und Postgeschichte in einer heimatgeschichtlichen Gesamtdarstellung zu verbinden. Diese Lücke wird durch die vorliegende Dokumentation geschlossen, die keine hochwissenschaftliche Abhandlung sein will, sondern auf unterhaltsame Weise über die Entwicklung unserer Heimatstadt Kamp-Lintfort am Niederrhein berichten will.

vereinsemblem_alt.jpgWeil es Briefmarken in Deutschland erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts (in Bayern seit dem 1. November 1849 und in Preußen seit dem 15. November 1850) gibt, liegt der Schwerpunkt naturgemäß auf der historischen Entwicklung der letzten 150 Jahre. Die Zeit von den Ursprüngen an wird nur kurz gestreift. So bedeutend die Geschichte des Zisterzienserklosters Kamp auch ist, wurde darauf verzichtet, diese (nochmals) nachzuerzählen, um 1. den Rahmen nicht zu sprengen und 2. weil es vorzügliche Veröffentlichungen zu diesem Thema schon gibt. Stellvertretend sei hier auf das Buch von Mathias Dicks und auf die Publikationen von Dr. Georg Geisbauer (O. Carm.) verwiesen.

preussen_nr2.jpgBasis für den postgeschichtlichen Teil ist das Exponat "Postgeschichte Kamp-Lintfort" von Werner Kröger. Angereichert wird die Dokumentation durch Bilder, Ansichtskarten, Postkarten und sonstige philatelistische Belege, die sich im Besitz von Werner Kröger, Gert W. F. Murmann und Dr. Albert Spitzner-Jahn befinden. Hilfreich war auch der Zugriff auf den Fundus im Stadtarchiv, das über umfangreiches Bild- und Aktenmaterial verfügt. Bei der Fülle des Materials ist natürlich nur eine kleine Auswahl möglich. Deshalb können z. B bei weitem nicht alle Ansichtskarten gezeigt werden, die jemals zum Thema "Kamp-Lintfort" erschienen sind.

Ganz bewußt wurde möglichst auf die Verwendung von Fotos verzichtet, weil diese den Bürgern aus anderen Publikationen über Kamp-Lintfort hinreichend bekannt sind. Genannt seien hier stellvertretend die Bücher von E. G. Piecha und Hans Kollert. Es wurden möglichst Ansichtskarten als Bildmaterial verwendet, zumal diese - sofern postalisch verwendet - auch einen postgeschichtlichen Bezug haben und ein Teilgebiet der Philatelie sind.

Mit besten Sammlergrüßen

Werner Kröger, 1. Vorsitzender des BMSV K.-Lintfort von 1964

Gert W. F. Murmann, 2. Vorsitzender des BMSV K.-Lintfort von 1964

Dr. Albert Spitzner-Jahn, Stadtarchivar der Stadt K.-Lintfort

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Über Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort liegt im Südwesten des Kreises Wesel in 51° 31' nördlicher Breite und 6° 33' östlicher Länge, zählt ca. 40.000 Einwohner und gilt als Mittelzentrum in der linksrheinischen Ballungsrandzone des Ruhrgebietes.

Ein geschlossenes Gemeinwesen entstand erst im Zuge der Industrialisierung durch den Steinkohlenbergbau, die endgültig im Jahre 1906 - also fast 50 Jahre nach der Rheinüberschreitung des Bergbaus bei Homberg - unter maßgeblicher Beteiligung französischer Banken eingeleitet wurde. Zu jener Zeit lebten auf dem 5.747 ha umfassenden Gebiet nur ca. 3.700 Menschen. Die Haupterwerbsquelle war die Landwirtschaft. In Kamp-Lintfort wurde von der alt eingesessenen und überwiegend katholischen Bevölkerung eine niederfränkische Mundart gesprochen, die heute nur noch außerhalb des städtischen Siedlungskerns gepflegt wird.

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Den Ortsnamen "Kamp-Lintfort" gab es damals noch nicht; vielmehr existierten sechs dünn besiedelte Gemeinden, die zwar seit 1863 einer gemeinsamen Verwaltung unterstanden, sich aber erst 1934 zur Großgemeinde Kamp-Lintfort vereinigten. Die Gemeinden auf dem heutigen Stadtgebiet waren Camp, Hoerstgen, Camperbruch, Lintfort, Rossenray und Saalhoff. Die vier letztgenannten Streusiedlungen waren während der französischen Herrschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts unter der Bezeichnung "Vierquartieren" zusammengefaßt worden. Die sechs ehemaligen Einzelgemeinden, deren Gebiete ab 1816 - zur Preußenzeit - zunächst dem Kreis Rheinberg, dann - von 1823 bis 1857 - dem Kreis Geldern und schließlich dem Kreis Moers angehörten, seien an dieser Stelle kurz vorgestellt.

Die Ansichtskarte zeigt die Lage von Kamp-Lintfort im Herzen des Niederrheins

Die Gemeinde Camp besaß den gemeinsamen Verwaltungssitz und war in der Zeit vor dem 1. Weltkrieg auch als Luftkurort bekannt. Das waldreiche Camp erstreckte sich auf einer Fläche von 1.647 ha und war durch die vielfältige Wirksamkeit der im Süden der Camper Stauchmoräne errichteten Zisterzienserabtei Camp sehr berühmt. Die Stiftungsurkunde der Abtei, deren bauliche Anfänge möglicherweise im Ortsteil Altfeld lagen, führt in das Jahr 1123 der gregorianischen Zeitrechnung und damit in das Hochmittelalter zurück. Auf dem Camper Gebiet bestand zeitweise im übrigen noch ein weiteres Kloster: das 1440 von Altfeld in die Ebene zwischen dem Kamper Berg und dem Dachsberg verlegte Beguinenkloster Mariahöfken, von dem heute nur noch der Hof- und Flurname "Beginnes" zeugt. Die Abtei Camp wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einer der vermögendsten im ganzen Rheinland. Nach ihrer Aufhebung im Jahre 1802 jedoch verblaßte Camp zu einem unbedeutenden Flecken an einer Postkutschenlinie.

Die zwar kleinste, lokalgeschichtlich gewiß aber nicht uninteressanteste der früheren Gemeinden war das seit 1556 protestantische Hoerstgen mit einer Fläche von nur 418 ha, verstreut liegenden Höfen, einem Straßendorf und dem erstmals im frühen 14. Jahrhundert urkundlich erwähnten Haus Frohnenbruch. Noch gegen Ende des 18. Jahrhunderts galt Hoerstgen als niederrheinisches Gretna Green, denn mit gebührenpflichtiger Zustimmung und Dispens der feudalen Reichsfreiherrn auf Haus Frohnenbruch konnte man hier auch dann die Ehe eingehen, wenn dies andernorts nicht möglich war. An der Wende zum 19. Jahrhundert bestand in Hoerstgen im übrigen die größte jüdische Gemeinde der Umgebung.

Die Gemeinde Camperbruch, das "Hankamerferdel" des 16. Jahrhunderts, erstreckte sich auf 583 ha und erlangte während des Siebenjährigen Krieges kurzzeitig eine gewisse geschichtliche Bedeutung. 1760 nämlich lieferten sich hier Truppen des Erbprinzen von Braunschweig-Lüneburg und französische Soldaten eine Schlacht.

Über das im Süden an Camperbruch angrenzende und sich auf einer Fläche von 779 ha ausdehnende Lintfort gibt es aus älterer Zeit nur wenig zu berichten, sieht man einmal ab von der wechselvollen Bau- und Sozialgeschichte der seit dem 14. Jahrhundert bezeugten Herrensitze Dieprahm und Eyll.

Ähnliches gilt für Rossenray mit seinen 591 ha. Im Osten Rossenrays an der Grenze zur Stadt Moers liegt der schon seit 1227urkundlich belegte Hof des Asdonks, der im Zeitalter der Kleinstaaterei ein Kuriosum aufwies: die Grenze zwischen der Grafschaft Moers und Kurköln verlief "durch Asduncks hauß durch die Kuchen", wie es in einem Grenzbesichtigungsprotokoll aus dem Jahre 1636 hieß.

Die Gemeinde Saalhoff schließlich war mit 1.729 ha die flächengrößte der früheren sechs Gemeinden. Im Norden dieses vormaligen "Horsterferdels", nahe der Grenze zu Rheinberg, trifft man auf das erstmals 1301 erwähnte ehemals kurkölnische Lehen "Eyll zur Heyden", das spätere Haus Heideck.

Außer Saalhoff, dessen Gebiet zu einem großen Teil durch den Staatsforst Leucht bedeckt wird, haben ferner die Ortsteile Kamp, Hoerstgen und teilweise auch Rossenray bis heute ihren ländlichen und vorindustriellen Charakter bewahrt.

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Chronologie der Stadtgeschichte von Kamp-Lintfort

- Von der Preußischen Zeit bis zur Jahrhundertwende (1815 - 1906) -
11.04.1814
In Kamp feiert man mit einem Tedeum in der Pfarrkirche den Sieg über die Franzosen; das heutige Stadtgebiet wird preußisch
1822
Errichtung der ersten Schule in Kamp
1827
Die Gemeinde Hoerstgen beschließt den Bau eines Feuerwehrschuppens an der Kirchhofmauer, der allerdings erst 1842 realisiert werden konnte
1828
Errichtung der ersten Schule in Lintfort an der heutigen Schulstraße neben dem Anwesen des Schmiedemeisters Langen
1836
Errichtung der Schule in Saalhoff
1837/8
Errichtung der Schule in Rossenray
1831
Errichtung der Schule in Hoerstgen
1857
Die Gemeinde Rossenray baut für die Feuerwehr ein Pritschenhaus
21.05.1865
Gründung der Sparkasse, die in Camp untergebracht ist
1869
Errichtung der Eugeniaschule in Camperbruch
1869
Auf dem Pusenhof an der heutigen Rundstraße wird eine Pumpspritze verortet
1884
Der Reiterverein Seydlitz Camp wird gegründet; er gilt als ältester Sportverein in Kamp-Lintfort
1899
Gründung des Kamper Kirchenchores; er gilt als ältester Kirchenchor im Stadtgebiet
1901-1904
Auf dem Stadtgebiet finden vier Bohrungen im Auftrag der Familie Diergardt statt: Lintfort 1, Rossenray, Kamp 1 und 2; es werden Flöze mit Eß- und Festkohle gefunden, die zwischen einigen Zentimetern und bis zu 2,50 m dick sind
1904
Die Spar- und Darlehenskasse siedelt sich in Hoerstgen an
14.08.1906
Albert de Montplanet erwirbt als Bevollmächtigter einer französischen Bankengruppe das Grubenfeld Friedrich Heinrich
Okt. 1906
Franz Brenner wird zum Vorstand der Aktiengesellschaft Friedrich Heinrich ernannt
- Vom Beginn des Bergbaus bis zum Ende des 1. Weltkriegs -
1907
Der erste Markscheider der Steinkohlenbergwerk Friedrich Heinrich AG, Ernst Kellermann, beginnt damit, interessante und typische Belegstücke aus dem rund 300 Millionen Jahre alten Steinkohlengebirge und seinen Deckschichten zu sammeln und legt damit den Grundstein für das spätere Geologische Museum
01.05.1907
Erster Spatenstich auf Friedrich Heinrich und Beginn des Abteufens der Schächte
01.09.1909
Inbetriebnahme der "Schule Lintfort II" in einem einklassigen Gebäude an der Ringstraße
1910
Lintfort hat 904, Kamperbruch 842 und Kamp 1.210 Einwohner
1912
In Kamp wird ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr mit 33 Bürgern unter Brandmeister und Gemeindebaumeister Max Stein gegründet
1912
Gründung des Knappen-Gesangsvereins Friedrich-Heinrich
1912
Errichtung der Barbaraschule als katholische Schule (im heutigen Alten Rathaus), sowie der Eyller Schule an der Goethestraße und einer evangelischen Schule in Kamperbrück
01.07.1912
Die erste Kohle auf Schacht 2 wird gefördert
27.10.1912
Entstehung der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, die einen Versammlungsraum am Pappelsee nutzt, der von der Zeche überlassen wird
1913
Errichtung einer evangelischen Volksschule am Wilhelmplatz in Kamperbruch
1913
Die ersten 1.356 Häuser in der Altsiedlung sind bezugsfertig; 1915 sind es 2.259 und 1928 2.823 Häuser; in der Angestelltensiedlung sind 74 Wohnungen fertig und in der Pauen-Siedlung 282 Häuser
19.10.1913
An der Ecke Friedrich-Heinrich-Allee/Moerser Straße eröffnet das Hotel zur Post
1914
Die Hälfte der Belegschaft von Friedrich Heinrich wird zum Kriegsdienst einberufen
1914
Gründung des TUS Fichte Lintfort
1914
Gründung der Neuapostolischen Gemeinde
1915
Inbetriebnahme der Straßenbahnlinie
1916
Kauf der Pauen-Siedlung durch die Zeche
1917
Die Bergbau-Aktien werden auf Beschluß der Reichsregierung versteigert; Erwerber sind die Rheinischen Stahlwerke
Mai 1918
Einrichtung einer sog. Vorschule (Zubringerschule zur höheren Schule) in der alten Lintforter Schule an der Schulstraße
- Kamp-Lintfort zur Zeit der Weimarer Republik -
09.11.1918
Demonstrationszug eines Arbeiter- und Soldatenrates
13.12.1918
Einmarsch belgischer Truppen in die Kreise Geldern und Moers
17.09.1919
Gründung des Lintforter Spielvereins (später umbenannt in TUS Lintfort bzw. SV Lintfort)
1920
Errichtung einer evangelischen Notkirche auf dem ehemaligen Kox-Hof an der Ringstraße
1921
Gründung eines Löschzuges der Freiwilligen Feuerwehr in Hoerstgen und Kamperbruch-Rossenray
1921
Die Spar- und Darlehenskasse siedelt sich in Camp an
13.03.1921
Einweihung der evangelischen Notkirche an der Ringstraße
10.12.1921
Ein deutsch-französisches Gericht in Den Haag entscheidet die Rückgabe konfiszierten Vermögens; das Bergwerk gehört wieder den alten Eigentümern
1921
Bebauung des Viertels um die Josefkirche und an der Eupener-, Friedrich-, Memeler und Tilsiter Straße und um den Bismarckplatz herum
21.11.1922
Entstehung der Pfarrei St. Josef; der eigentlich Kirchenbau wird aber erst 1932 in Angriff genommen
13.06.1922
59 Bauern gründen die Molkerei Vierquartieren
1923
Die Zeche gibt während der Hochinflation Notgeld aus
1923
Errichtung der Ebertschule
1924
Gründung des Schützenvereins "Gut Ziel" (Dachsberg)
1924
Die französische Firma "Les Petits-Fils de Francois de Wendel & Cie" in Paris kauft die Aktien des Bergwerks Friedrich Heinrich
1924
Einzug der Sparkasse in ihr neues Gebäude auf der Moerser Straße
1925
Errichtung der Josefschule an der Montplanetstraße durch die Gemeinde Kamperbruch
1925-1930
Bebauung des Gebietes zwischen Moerser-, Eyller und Konradstraße
Okt. 1926
Grundsteinlegung der Marienkirche auf der Vinnsstraße
1927
Gründung eines Löschzuges der Freiwilligen Feuerwehr in Saalhoff
1927
Gründung des Kolpingvereins
18.05.1927
Genehmigung zur Errichtung einer Rektoratsschule, die mit Beginn des Schuljahres 1929/30 ihren Lehrbetrieb aufnimmt
31.07.1927
Einweihung der Kirche St. Marien an der Vinn-/Kattenstraße
1928
Beginn der Planung der Christuskirche
1928
Errichtung einer Hilfsschule, die 1929 eingeweiht wird und später Pestalozzischule heißt
1930
Errichtung der Marienschule
1930
Lintfort hat 13.876, Kamperbruch 4.695 und Kamp 1.606 Einwohner
1930
Fertigstellung der Christuskirche
Anfang 1930
Wegen der Weltwirtschaftskrise werden Feierschichten auf Friedrich Heinrich eingelegt
April 1930
Wegen Auftragsmangel müssen erste Arbeiter auf Friedrich Heinrich entlassen werden
1931
Abriß der Hoerstgener Synagoge an der Dorfstraße
1932
In Kamperbruch beginnt der Bau von Kleinsiedlungen im Niersenbruch auf Grundstücken an der Niersenbruch- und Möhlenkampstraße
- Vom Nationalsozialismus bis zum Ende des 2. Weltkriegs -
21.03.1933
Am "Tag von Potsdam" werden die Häuser mit Hakenkreuzfahnen geschmückt und die Schulen veranstalten eine Fackelzug zum Dachsberg
27.08.1933
Einweihung der Glocken der St. Josefkirche
05.02.1934
Die Sparkasse zieht in ihr neues Gebäude gegenüber dem alten Grundstück um
1934
Verlegung der alten oberirdischen Fernsprechleitung an der Hauptverkehrsstraße zwischen Moers und Lintfort unter die Erde
1934
Errichtung der Agathaschule an der Sternstraße in Kamp
1934
Gründung des Schachvereins "Turm" Kamp-Lintfort e.V.
01.04.1934
Die Ämter Camp, Hoerstgen und Vierquartieren werden aufgelöst und die zugehörenden Landgemeinden Camp, Hoerstgen, Camperbruch, Lintfort, Rossenray und Saalhoff zum neuen Amt und zur Landgemeinde "Camp-Lintfort" durch Ministerentscheidung vom 24. März 1934 zusammengeschlossen, wodurch das heutige Stadtgebiet endlich eine territoriale Einheit bildet
1939
Die Gemeinde Kamp-Lintfort hat 23.338 Einwohner
10.05. und 11.05.1940
Britische Flugzeuge werfen einzelne Bomben auf das Zechengelände
1942
Beginn des Abteufens der Schächte auf Rossenray
02.06. und 03.06.1942
Über Kamp-Lintfort werden Brand- und Sprengbomben abgeworfen
06.06.1942
Die Leucht gerät durch englische Brandbomben in Brand
14.07.1942
Vereinzelte Schäden durch feindliche Luftangriffe
22.07.1942
Vereinzelte Schäden durch feindliche Luftangriffe
27.07.1942
Vereinzelte Schäden durch feindliche Luftangriffe
05.08.1943
Vereinzelte Bombenangriffe durch amerikanische Verbände
06.08.1943
Vereinzelte Bombenangriffe durch amerikanische Verbände
06.11.1943
Vereinzelte Bombenangriffe durch amerikanische Verbände
19.11.1943
Vereinzelte Bombenangriffe durch amerikanische Verbände
06.01.1944
Alliierte Angriffe mit einzelnen Bomben und Luftminen
04.02.1944
Alliierte Angriffe mit einzelnen Bomben und Luftminen
22.05.1944
Alliierte Angriffe mit einzelnen Bomben und Luftminen
17.06.1944
Alliierte Angriffe mit einzelnen Bomben und Luftminen
17.07.1944
Alliierte Angriffe mit einzelnen Bomben und Luftminen
06.09.1944
Alliierte Angriffe mit einzelnen Bomben und Luftminen
14.10.1944
Alliierte Angriffe mit einzelnen Bomben und Luftminen
20.11.1944
Alliierte Angriffe mit einzelnen Bomben und Luftminen
21.11.1944
Bombardierung des Ostteils der Stadt zwischen Marktplatz, Marienkirche, Cäcilien- und Elisabethstraße mit starken Zerstörungen; es gibt 77 Tote und 172 Verletzte und 7.000 Personen verlieren ihre Wohnung
07.02.1945
Bombardierung der Kokerei der Zeche Friedrich Heinrich
21.02.1945
Bombardierung der Kokerei der Zeche Friedrich Heinrich
05.03.1945
Dem 784. Panzer-Bataillon gelingt in Niederkamp und Kamperbrück der Vormarsch; eine Gruppe der 8. Armoured Divison erreicht den Südrand der Stadt um 9 Uhr vormittags und zieht ohne großen Widerstand ins Stadtgebiet einziehen, womit der Krieg für Kamp-Lintfort beendet ist; um 12 Uhr erreichen die Amerikaner die Molkerei Vierquartieren und besetzen auch den Osten
25.03.1945
Im Park des Zechen-Kasinos kommt es zu der historischen Begegnung, bei der der britische Premierminister Churchill und General Eisenhower im Garten eine Zigarre rauchen
- Von der Nachkriegszeit bis zur Stadtgründung 1950 -
12.02.1946
Auf der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderates wird Robert Schmelzing (SPD) zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt
1946
Umbau der Barbaraschule zum (heutigen Alten) Rathaus
1949
Die Zeche beginnt mit der Errichtung einer Bergbausiedlung im Geisbruch
26.09.1949
In einer Gemeinderatssitzung wird beschlossen, die Genehmigung zur Führung der Bezeichnung "Stadt" bei der Landesregierung in Düsseldorf zu beantragen
- Die Stadtgründung und die fünfziger Jahre -
1950
Gründung des Spielvereins (SV) Hoerstgen und des Motorclubs Kamp-Lintfort im ADAC
07.01.1950
Kamp-Lintfort erhält das Recht, sich "Stadt Kamp-Lintfort" nennen zu dürfen
12.02.1950
Gründung des Stadtverbandes für Leibesübungen; es gibt zwölf Sportvereine
12.02.1950
Feierliche Überreichung der Stadturkunde durch Regierungspräsident Baurichter in der Aula der Realschule
1951
Beginn der Bebauung des Niersenbruch-Gebietes mit Wohnungen für Privatleute an der Wiesenbruchstraße; Errichtung einiger zwei- und dreigeschossiger Mehrfamilienhäuser an der Fasanenstraße durch die Zeche
1951
Auf dem Wilhelm-Platz findet eine große Wirtschaftsschau "Schaffen und Streben" mit 45.000 Besuchern statt
1952
Gründung des Ski-Clubs Kamp-Lintfort
1952
Die 1915 in Betrieb genommene Straßenbahnlinie wird durch die O-Buslinie zwischen Moers, Kamp-Lintfort und Rheinberg ersetzt
1952
Die Freiwillige Feuerwehr in Kamp feiert ihr 50-jähriges Bestehen
1952
Gründung der Stadtbücherei mit einem Bestand von 2.620 Büchern; der erste Standort ist bis 1968 das ehemalige Sparkassengebäude bzw. das "Braune Haus" an der Einmündung der Kamperdickstraße in die Moerser Straße
23.09.1952
Grundsteinlegung der Overbergschule im Geisbruch
1953
Kamp-Lintfort hat 30.000 Einwohner
1953
Gründung des DRK-Ortsvereins
1953
Die Dresdner Bank AG errichtet an der Montplanetstraße 3 eine Filiale
01.05.1953
Der ADAC Motorclub Kamp-Lintfort richtet erstmals auf der Motocross-Strecke am Eyller Berg vor 10.000 Zuschauern eine Rennveranstaltung aus
1953-1960
Der Mitte des 18. Jh. entstandene Gasthof Müsers in Kamperbrück wird als Flüchtlingsheim und danach (bis 1968) als Obdachlosenasyl genutzt
1953-1955
Das sog. "Tor Ost" wird von der Grafschaft Moers GmbH bebaut
1954
Die Zeche stellt dem DRK-Ortsverein das Frau-Hertha-Brand-Haus zur Verfügung, das bis 2013 genutzt wird
1954
Einrichtung einer Ruhestätte für 1.811 Tote besonders des 2. Weltkrieges am Niersenberg
1954
Gründung einer Basketballmannschaft als Betriebsmannschaft des Bergwerks Friedrich Heinrich, aus der sich die Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort entwickelte
29.04.1954
Die Geisbruch-Schule I (Overberg-Schule) an der Eyller Straße nimmt den Lehrbetrieb auf
27.05.1954
Neun Mönche vom Karmeliterorden aus den Niederlanden ziehen in das seit 1802 verwaiste Kloster Kamp ein
1955-1958
Errichtung von Wohnblocks im Gebiet Eyller-, Mittel- und Ferdinantenstraße sowie von Geschäften, einer Post und Sparkassenfiliale an der Kamper und Parkstraße und im Bereich der Eyller-, Ferdinanten- und Schulstraße
1955
Beginn der 1. Phase der Bebauung des Gestfeld-Gebietes südwestlich der Zeche
1955
Die Evangelische Kirchengemeinde baut gegenüber dem Marktplatz das Lutherhaus als Tagesstätte für die Jugend und für Gottesdienste sowie hinter der Christuskirche das Paul-Schneider-Haus
01.10.1955
St. Marien wird eigenständige Pfarrei
Nov. 1955
Endgültiger Beginn des Abteufens des Schachtes 1 auf Rossenray
1956
Das Steinkohlenbergwerk Friedrich-Heinrich AG feiert sein 50-jähriges Bestehen
1956
Baubeginn des 80 m hohen Stahlbetonförderturm auf Friedrich Heinrich und in Hoerstgen erfolgt die Inbetriebnahme der ersten Gefriermaschine für das Abteufen von Schacht 4
1957
Baubeginn eines fünfklassigen Schulzentrums im Niersenbruch
1957
Gründung der Zelt- und Wassersportfreunde Rheintreue Kamp-Lintfort/Rheinberg und des Lintforter Schwimmclubs (LSC)
1957
Die Volks- und Raiffeisenbank eG Moers und die damalige Volksbank Moers eGmbH errichten Filialen in Kamp-Lintfort
1957
Umzug der Dresdner Bank AG in die Moerser Straße 299
1957
Einweihung der Kokerei auf Friedrich Heinrich mit über 160 Koksöfen
April 1957
Beginn des Abteufens des Schachtes 2 auf Rossenray
20.10.1957
45 Jahre nach ihrer Gründung weiht die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde auf der Königstraße die Friedenskirche ein
1958
Errichtung weiterer Eigenheime an der Möhlenkampstraße
1958
Einweihung des neuen, 80 m hohen Förderturms Schacht 2 auf Friedrich Heinrich
1958
Gründung des Post-Sportvereins Kamp-Lintfort
1958
Gründung des MFC Modellflugclubs Niederrhein e.V. in Kamp-Lintfort
22.10.1958
Einweihung des Schulzentrums im Niersenbruch
1959-1964
2. Phase der Bebauung des Gestfeld-Gebietes am Dieprahmsweg
1959
Der Ortsverband Kamp-Lintfort des Vereins "Linker Niederrhein" wird gegründet
1959
Das KKK (Karneval-Komitee Kamperbrauch) wird gegründet
1959
Errichtung des Dietrich Bonhoeffer Heimes - als Pfarrzentrum und Jugendheim - im Geisbruch
1959
Umzug einiger städtischer Ämter in die Pauen-Villa an der Prinzenstraße
1959
Das Berglehrlingsheim Dachsberg wird Schullandheim der Stadt Mülheim/Ruhr
1959
Errichtung einer Sparkassenfiliale im Geisbruch
1959
Der TuS Lintfort wird Deutscher Meister im Feldhandball
1959
Gründung der Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Ortsgruppe Kamp-Lintfort, die an der Franzstraße ein Lehr-Schwimmbecken unterhält, sowie des Billard-Clubs Gut-Stoß-Rossenray, der Deutschen Jugendkraft (DJK) Kamp-Lintfort und des Volleyballvereins Kamp-Lintfort
- Die sechziger Jahre -
1960
Die Geisbruch-Schule II an der Geisbruchstraße (jetzt Gemeinschaftshauptschule Julius Leber II) nimmt ihren Betrieb auf
1961
Der TuS Lintfort wird erneut Deutscher Meister im Feldhandball
1960-1961
An der Prinzenstraße entsteht das Kolpinghaus mit einem Jugendheim und einer Gastwirtschaft, der "Zunftstube"
1961
Beginn der Bauarbeiten für das Betriebsgelände des Städtischen Fuhrparks und der Freiwilligen Feierwehr an der Oststraße
1961
Die Deutsche Bank AG errichtet in der Moerser Straße 259 eine Filiale
10.05.1961
Einweihung der St. Barbara-Kirche an der Mittelstraße
1962
Der Knappen-Gesangsverein Friedrich-Heinrich feiert sein 50. Jubiläum
1962-1963
Erbauung der Siedlung Rossenray (auch Krupp-Siedlung genannt) durch die "Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft Essen-Rossenray GmbH" nördlich der Saalhoffer Straße
1962
Emil Kames wird Bürgermeister in Kamp-Lintfort
1962
Gründung des Sportkegelvereins Kamp-Lintfort
1962
Das Schulzentrum im Niersenburch wird um sechs Klassen erweitert
11.01.1962
Robert Schmelzing wird auf Beschluß des Rates zum Ehrenbürgermeister ernannt
Ab 1963
Beginn der Bautätigkeit an der BGM-Schmelzing-Straße
1963
Als dritte Schule im Geisbruch wird mit dem Bau der Ernst-Reuter-Schule begonnen
1963
Abriß des Heiligenhäuschens an der Mittelstraße
1963
Grundsteinlegung für die neue Polizeistation an der Wilhelmstraße
1963
Ansiedlung eines Zweigwerkes der Siemens AG in Kamp-Lintfort
1963
Der Rat der Stadt beschließt die Errichtung eines Gymnasiums als "neusprachliche Anstalt für Jungen", in die "auch Mädchen aufgenommen werden"
1963
Grundsteinlegung für das Krankenhaus St. Bernhard
23.01.1963
Tod von Ehrenbürgermeister Robert Schmelzing
12.02.1963
Das Presbyterium beschließt den Bau der Kreuzkirche als zweiter evangelischer Kirche in Lintfort
06.05.1963
Die erweiterte Schule am Niersenbruch wird eingeweiht
01.07.1963
Das Bergwerk Rossenray nimmt mit 420 Beschäftigten den Betrieb auf
01.12.1963
Der Bischof von Münster ordnet den Bau einer Kirche im Niersenbruch an, wobei eine Notkirche als Holzbau errichtet wird
01.12.1963
Einweihung des evangelischen Gemeindezentrum an der Wiesenbruchstraße
1964
Die Bergberufschule am Bendsteg wird fertiggestellt
1964
Die Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes blickt auf 50 Jahre ihres Bestehens zurück
1964
Die Schule in Kamperbrück wird aufgelöst
1964
Aufnahme des Badebetriebs im neuen Freibad Pappelsee
1964
Der Schacht 4 der Friedrich-Heinrich AG in Hoerstgen geht in Betrieb
1964
Gründung des Schachvereins Turm Kamp-Lintfort
1964
Die seit 1904 in Hoerstgen ansässige Spar- und Darlehenskasse und die 1921 in Camp gegründete Spar- und Darlehenskasse fusionieren zur Spar- und Darlehenskasse Kamp-Lintfort
1964
Errichtung der Zweigstelle "Tor Ost" der Sparkasse
1964
Das Städtische Gymnasium für Jungen und Mädchen i.E. nimmt mit 2 Lehrkräften und 88 Schüler(innen) in der Marienschule an der Vinnstraße den Betrieb auf
1964
Mit 2.561.730 Tonnen Steinkohle erreicht die Friedrich-Heinrich AG die höchste Jahresförderung in ihrer Geschichte
1964
Dr. Karl Zoller wird vom Rat der Stadt Kamp-Lintfort zum Verwaltungshauptbeamten gewählt; mit Egon Harhoff gibt es erstmals einen besoldeten Beigeordneten
1964
Baubeginn der Eyller Sporthalle
16.02.1964
Gründung des Briefmarkensammlervereins Kamp-Lintfort von 1964 in der Gaststätte Eyller Eck, der schon kurz danach über 190 Mitglieder verzeichnet
12.07.1964
Einweihung der (katholischen) Notkirche im Niersenbruch
1965
Mit Gerhard Tamm und Heinrich Jung ernennt die Stadt zwei weitere Beigeordnete
1965
Baubeginn der Grundschule im Niersenbruch
1965
Die Schule in Eyll wird aufgelöst
1965
Die Stadtsparkasse Kamp-Lintfort feiert ihr 100-jähriges Jubiläum
1965
Die Damenmannschaft der Radsportvereinigung "Frischauf" von 1912 wird Deutscher Hallenradsport-Meister
26.07.1965
Das Freibad am Pappelsee mit vier Schwimmbecken wird endgültig fertiggestellt
15.09.1965
Einweihung der Eyller Sporthalle, die über 22 * 44 m Fläche mit 1.200 Sitzplätzen verfügt
08.10.1965
Die Ernst-Reuter-Schule nimmt ihren Betrieb auf
1966-1967
Im Kurzschuljahr 1966/67 muß das Gymnasium ergänzend auch Räumlichkeiten im Don-Bosco-Heim in Anspruch nehmen; vorübergehend siedelt das Gymnasium in das erweiterte Schulzentrum Gestfeld an der Sudermannstraße, der damaligen Gestfeldschule I um
1966
Die Schulen in Rossenray. Hoerstgen, Kamp und Saalhoff werden aufgelöst
1966
Bei einem Unglück auf der Schachtanlage Rossenray sterben achtzehn Bergleute
27.02.1966
Einweihung der Kreuzkirche als zweiter evangelischer Kirche
05.12.1966
Die Grundschule im Niersenbruch nimmt ihren Betrieb auf
1967
Das Gymnasium zieht in das neue Schulzentrum im Kamper Dreieck an der Moerser Straße ein, wo gleichzeitig auch die neue Stadthalle am Gymnasium mit über 750 Sitzplätzen eingeweiht wird; die Schule verfügt nun auch über einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig
1967
Betriebsaufnahme im St.-Bernhard-Hospital mit 450 Kranken- und 40 Säuglingsbetten
1967
Die Commerzbank AG errichtet in Kamp-Lintfort eine Filiale
1967
Schließung des Behelfskrankenhauses in Kamp
1968
Die Eugeniaschule in Kamperbruch wird aufgelöst
1968
Umzug der Stadtsparkasse in das neue Hauptstellengebäude am Wilhelmplatz
1968
Die Stadt errichtet weitere Außenstellen (u.a. Jugendamt und Schulverwaltungsamt) im Berglehrlingsheim am Wilhelmplatz
1968
Abriß des ehemaligen Gasthofs Müsers in Kamperbrück
26.10.1968
Grundsteinlegung für die (neue) Pauluskirche im Niersenbruch
1969
Hermann Haugk wird neuer Bürgermeister
1969
Bau des katholischen Gemeindezentrums im Gestfeld
09.04.1969
An der damaligen Christian- und Friedrichstraße wird ein Teil der Bergarbeitersiedlung abgerissen und die sog. "Drei Weißen Riesen" werden eingeweiht
17.08.1969
Die Luftsportgemeinschaft Kreis Moers e.V. weiht in Saalhoff ein Segelfluggelände mit einem internationalen Flugtag ein
31.12.1969
Das Steinkohlenbergwerk Friedrich Heinrich AG hört nach über sechzigjähriger Geschichte auf, als rechtlich selbständiges Unternehmen zu existieren, und wird zusammen mit den Schachtanlagen Diergardt-Mevissen, Niederberg, Pattberg, Rossenray und der 1990 stillgelegten Anlage Rheinpreußen sowie Walsum in die Bergbau AG Niederrhein (BAN) eingebracht
- Die siebziger Jahre -
1970
Errichtung eines Kindergartens neben dem katholischen Gemeindehaus im Gestfeld
1970
Die Kaufhof AG läßt sich auf dem Gelände des abgerissenen Dacken-Hofes, der an der damaligen Einmündung der Prinzenstraße in die Moerser Straße lag, nieder
1970
Errichtung des evangelischen Gemeindehauses im Gestfeld
1971
Die Siemens AG errichtet im Gewerbegebiet Süd eine Fertigungshalle für Elektrotechnik, in der hauptsächlich elektronische Teile für Fernemeldetechnik hergestellt werden, mit 1.004 Arbeitsplätzen, wovon 75 Prozent weiblich sind
1971
Die TEDECO-Verpackungs GmbH errichtet als 2. Unternehmen im Gewerbegebiet Süd eine Fertigungshalle
1971
Die Stadtbücherei mit über 22.000 Bänden zieht in eine Villa an der Ringstraße um
28.03.1971
Einweihung der (neuen) Pauluskirche im Niersenbruch
04.10.1971
Grundsteinlegung für das evangelische Paul-Gerhardt-Haus
1972
Am Städtischen Gymnasium wird der erste Abiturjahrgang gefeiert
1972
Örtliche Geschäftsleute gründen die Werbegemeinschaft Kamp-Lintfort, als deren Organ die "Familienpost" einmal monatlich erscheint
23.04.1972
Einweihung des evangelischen Paul-Gerhardt-Hauses
Ab 1973
Ausweitung das Siedlungsgebietes im Niersenbruch nach Norden und Westen mit Bau sozial geförderter Einfamilienhäuser, aber auch Bungalows und Kleinvillen sowie Errichtung eines kleineren Geschäftsviertels mit Post- und Sparkassenfiliale
1973
Die Freiwillige Feuerwehr gründet eine Jugendfeuerwehr
1973
Die Spar- und Darlehenskasse Kamp-Lintfort fusioniert mit der Raiffeisenbank Budberg und Rheinkamp zur Raiffeisenbank eG Rheinberg, die zur Volks- und Raiffeisenbank Niederrhein gehört
1973
Durch die Firma Systembau München-Düsseldorf wird am Pappelsee ein Hallenbad erbaut mit großem Mehrzweckbecken von 25 * 12,5 m Wasserfläche sowie einem Nichtschwimmerbecken von 12,5 * 9 m; außerdem gibt es eine Rutsche, die als eine der größten in Europa gilt
1974
Einweihung der sog. "Nordtangente", die eine spürbare Entlastung des innerstädtischen Verkehrs bringt
12.01.1974
Einweihung des Hallenbades am Pappelsee
1975
Die Stadt Kamp-Lintfort feiert ihr 25-jähriges Bestehen
01.08.1975
Die Fa. TEDECO schließt ihre Fabrik, in der Trink- und Fruchtsaftbecher aus Plastik hergestellt wurden, und so verlieren 130 Beschäftigte (davon 23 Prozent Frauen) ihren Arbeitsplatz
1976
Die Realschule erhält einen eigenen Trakt im Schulzentrum an der Moerser Straße und das Gymnasium einen Erweiterungsbau
1976
Im ehemaligen Gebäude der Realschule wird eine Sonderschule für Lernbehinderte mit 68 Schülern untergebracht
1976
Durch die Einweihung der BAB A57 hat die Stadt auch einen eigenen Autobahnanschluß
1977
Hermann Preuschen wird neuer Technischer Beigeordneter
1977
Umzug der Stadtbücherei in ein Ladenlokal an einem der "Drei Weißen Riesen"
1977
Die Städte Kamp-Lintfort, Moers und Neukirchen-Vluyn gründen einen Volkshochschul-Zweckverband
1978
Einweihung der Glückauf-Halle im Schulzentrum an der Moerser Straße
1978
Eröffnung des Edith-Stein-Hauses der Karmeliter in Kamp
1978
Karl Flügel wird neuer Bürgermeister
1978
Auf der Schachtanlage Friedrich Heinrich wird die Kokerei stillgelegt und mit dem Abriß begonnen, wodurch die Geruchsbelästigung in der alten Zechensiedlung deutlich abnimmt
1979
Mit finanzieller Unterstützung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen beginnt die Sanierung der Bergarbeitersiedlung östlich der Zeche
1979
Gründung des KKV
- Die achtziger Jahre -
1980
Die Einwohnerzahl steigt erstmals über 40.000 Einwohner
1980
Fertigstellung der Familienbildungsstätte "Haus der Familie" am Kirchplatz
1981
Die Schachtanlage Friedrich Heinrich feiert ihr 75-jähriges Bestehen
1981
Städtepartnerschaft zwischen Kamp-Lintfort und Chester-le-Street
1982
Einweihung des neuen Rathauses mit einem Konzept der Mischung mit Supermarkt in einem Teil des Gebäudes, um durch die Mieteinkünfte die Kosten zu senken
1983
Dr. Helmut Brocke wird neuer Stadtdirektor
1983
Gründung der bosnisch-islamischen Gemeinde Dzemata
1984
Eintrag der bosnisch-islamischen Gemeinde Dzemata ins Vereinsregister des Amtsgerichts in Rheinberg
1984
Das Rosenmontagszugkomitee, bestehend aus dem Karnevalskomitee Kolping, Karnevalskomitee Kamperbruch und Kamp-Lintforter Karnevalsverein, wird gegründet und die Vereine schließen sich zum "Festausschuß Kamp-Lintforter Karneval" zusammen
1984
Der Reiterverein Seydlitz Kamp feiert sein 100-jähriges Bestehen; er ist der älteste Sportverein der Stadt
1984
Kamp-Lintfort tritt dem Wasserverbund Niederrhein bei
1984
Die Stadtsparkasse bezieht ihr neues Gebäude im Geisbruch (Ferdinantenstraße 29 b)
1985
Die Volkshochschule (VHS) in Kamp-Lintfort bezieht eigene Räumlichkeiten in den Pavillons hinter der Sonderschule für Lernbehinderte an der Friedrich-Heinrich-Allee
1986
Beginn der Arbeiten zur Wiedererrichtung des um 1700 von Abt Daniel angelegten Terrassengartens am Kloster Kamp mit archäologischen Grabungen
1986
Das innerstädtische Erholungsgebiet Pappelsee wird fertiggestellt
1986
Mit Einrichtung der verkehrsberuhigten Zone auf der Moerser Straße wird die Neugestaltung der Innenstadt abgeschlossen
1987
Das Geologische Museum bezieht eigene Ausstellungsräume im Schulzentrum an der Moerser Straße
1987
Das von der Vereinigung Europäische Begegnungsstätte am Kloster Kamp e.V. getragene und von der Stadt finanzielle geförderte Ordensmuseum Abtei Kamp, das Exponate zur Geschichte der Abtei und der Zisterzienser zeigt, öffnet im ehemaligen Agatha-Stift seine Pforten
1987
Über 15.000 Menschen demonstrieren, um auf die immer bedrohlicher werdende Lage im deutschen Steinkohlenbergbau aufmerksam zu machen
28.12.1987
Gründung der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein durch neun Bergleute der damaligen Schachtanlage Friedrich Heinrich (Rheinpreußen)
1988
Die Stadtsparkasse bezieht ihr neues Gebäude im Niersenbruch (Wiesenbruchstraße 64)
1988
Mit 2.800 Teilnehmern und 4.800 erteilten Unterrichtsstunden erzielt die Volkshochschule in Kamp-Lintfort ihr bestes Jahresergebnis
1988
Die örtlichen Schützenbruderschaften und -vereine führen erstmals ein gemeinsames Stadtschützenfest durch
1988
Die Stadtbücherei mit ihren 62.000 Einheiten zieht in ein Gebäude gegenüber dem neuen Rathaus
1988
Die Kaufhof-Filiale wird auf Grund des Ergebnisses von Marktanalysen in eine Kaufhalle umgewandelt
1989
1. Spatenstich zur Errichtung des Gewerbe- und Computertechnologieparks Dieprahm
1989
Abschluß der Aus- und Umbaumaßnahmen am Freibad Pappelsee
1989
Knut Gummich wird Technischer Beigeordneter der Stadt Kamp-Lintfort
1989
Städtepartnerschaft zwischen Kamp-Lintfort und der nordfranzösischen Stadt Cambrai
- Die neunziger Jahre -
1990
Die Stadt Kamp-Lintfort begeht ihr 40-jähriges Jubiläum
1990
Die Stadtsparkasse feiert ihr 125-jähriges Jubiläum
1990
Einweihung des neu errichteten Terrassengartens am Kloster Kamp
1991
Die bosnisch-islamische Gemeinde Dzemata erwirbt das Europahaus an der Haarbeckstraße; im Anbau wird eine Moschee eingerichtet und es wird ein Minarett gebaut
1991-1992
Mit Beginn des Schuljahres nimmt im Schulzentrum Kamper Dreieck die städtische Gesamtschule Kamp-Lintfort i.E. mit 137 Schülern den Unterrichtsbetrieb auf
1991
Die Commerzbank AG schließt ihre Filiale in Kamp-Lintfort
1991
Die Musikschule Kamp-Lintfort e.V. nimmt ihren Betrieb auf
1992
Die Realschule zieht in die Gebäude I (Sudermann-Straße) und II (Geisbruchstraße) der aufzulösenden Gemeinschaftshauptschule Julius-Leber um
1992
Bernhard Nebe wird 1. Beigeordneter der Stadt Kamp-Lintfort
1993
Bernhard Nebe wird Stadtdirektor der Stadt Kamp-Lintfort
1993
Dr. Christoph Landscheidt wird 1. Beigeordneter der Stadt Kamp-Lintfort
1994
Grundsteinlegung für das Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof des Kreises Wesel
1994
Die Löschgruppe Kamp der Freiwilligen Feuerwehr bezieht ihr neues Gebäude an der Hoerstgener Straße in Kamperbrück
1994
Der SV Lintfort (gegründet 1919 als Lintforter Spielverein) feiert sein 75. Jubiläum
1995
Die Zechen Friedrich Heinrich und Rheinland (Rossenray und Pattberg) werden zu einem Verbundlaufwerk zusammengelegt, wobei Friedrich Heinrich Förderstandort und Pattberg Verwaltungsstandort wird
1996
Dr. Christoph Landscheidt wird Stadtdirektor der Stadt Kamp-Lintfort
1996
Das Wasserwerk wird als Stadtwerke Kamp-Lintfort GmbH eingeständig
1996
Die Stadtsparkasse weiht ihren Erweiterungsbau der Hauptstelle an der Kamperdickstraße ein
1996
Beginn der Erschließung für das Gewerbegebiet Nord-Kamperbruch
1997
Dr. Christoph Müllmann wird 1. Beigeordneter und stellvertretender Stadtdirektor
1997
Die Stadtwerke GmbH übernimmt innerhalb des Stadtgebietes die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser
1999
Dr. Christoph Landscheidt wird zum ersten hauptberuflichen Bürgermeister gewählt
1999
Abschluß der Sanierung der sog. "Altsiedlung"
1999
Nach mehreren Jahren ist der Haushaltsplan von Kamp-Lintfort mit 160,1 Mio. DM erstmals wieder ausgeglichen
1999
Das Landestheater Burghofbühne im Kreis Wesel e.V. verlegt erstmals seine sommerlichen Freilichtaufführungen vom Birtener Amphitheater auf den Abteiplatz in Kamp
1999
Der Kamper Kirchenchor feiert sein 100-jähriges Bestehen
1999
An der Mittelstraße wird das neugotische Heiligenhäuschen, das 1963 abgerissen wurde, rekonstruiert und eingeweiht
- Die Zeit des Strukturwandels (2000 - 2012) -
07.01.2000
Zum 50. Stadtjubiläum von Kamp-Lintfort gibt es unter Mitwirkung des Briefmarkensamm-lervereins Kamp-Lintfort von 1964 einen Sonderstempel, der vom Sonderpostamt im Fo-yer des Rathauses zum Einsatz gebracht wird
27.08.2000
Anläßlich der 50. Stadtjubiläums veranstaltet das Bergwerk einen "Tag der offenen Tür"
2001
Kirche und Gemeinde St. Marien feiern ihr 75-jähriges Bestehen
April 2001
Auf Grund von Nachwuchsmangel beschließt der Bischof von Münster unter Einbeziehung der Karmeliter die Errichtung eines geistlich-kulturellen Zentrums im Kamper Kloster; die Karmeliter verlassen das Kloster, das zu einer Tagungsstätte umgebaut wird
2002
Die traditionsreiche Fa. Friedrich Holstein & Söhne stellt Insolvenzantrag, da nach Famili-enstreitigkeiten und Auszahlung des Neffen die Kapitaldecke trotz guter Auftragslage zu dünn war, so daß die Mitarbeiterlöhne nicht mehr bezahlt werden konnten
Juli 2002
Die Zeche errichtet an der "Moerser Straße West" gegenüber der Gaststätte "Bierbrunnen" ein Zelt in Leichtbauweise, um über den neuen Kohleplan zu informieren
14.11.2002
Im Informationszelt finden die Erörterungen statt; am ersten Tag kommen ca. 400 Einwen-der und Betroffene
2003
Mit den Stimmen der Mehrheitsfraktionen im Rathaus wird die Fusion der Stadtsparkasse Kamp-Lintfort mit der Sparkasse Duisburg beschlossen
2003
Ein Jahr vor dem 90-jährigen Jubiläum muß sich der Schützenverein "Gut Ziel" (Dachs-berg) auflösen mangels Interesse der Mitglieder am Vereinsleben
2003
Das KKK (Karneval-Komitee Kamperbrauch) kann erstmals nach seiner Gründung im Jahre 1959 keine Karnevalsveranstaltungen durchführen
2003
Erstmalig findet vor dem Rathaus ein Nikolausmarkt statt
2004
Der Briefmarkensammlerverein Kamp-Lintfort von 1964 feiert sein 40-jähriges Jubiläum
2004
Auf sein 40-jähriges Bestehen kann das Städtische Gymnasium zurückblicken; zur Feier des Ereignisses erscheint eine Schulchronik
23.02.2004
Im Rathaus findet eine "Zukunftskonferenz Kamp-Lintfort" mit über 100 Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft statt, wobei u.a. die Errichtung eines Kompetenzzentrums für Auto-mobil-Technik (KAT) beschlossen wird
18.06.2004
Städtepartnerschaft Kamp-Lintfort mit Zory
Sept. 2004
Das St. Bernhard-Hospital feiert sein 40-jähriges Bestehen mit einem Tag der Offenen Tür
01.01.2005
Gründung des städtischen Servicebetriebes ASK Kamp-Lintfort
April 2005
Siemens verkauft im April 2005 die gesamte Handysparte an den taiwanesischen Investor und Hersteller von Elektroprodukten BenQ
09.09.2005
Das Ordensmuseum auf dem Kamper Berg, das nun "Museum Kloster Kamp" heißt, wird feierlich eingeweiht
Okt. 2005
Die alteingesessene Fa. "Brillen Kaiser / Kammerer Gmbh", die sich schon in 3. Generati-on in Familienbesitz befindet, feiert ihr 75-jähriges Bestehen
Okt. 2005
Das "Schuhhaus Niepmann" feiert sein 135-jähriges Bestehen
Nov. 2005
Beginn der Bebauung des neuen Siedlungsgebietes "Moerser Straße (West)" gegenüber der Kläranlage und der Gaststätte "Bierbrunnen"
Nov. 2005
Beginn der Bebauung des neuen Siedlungsgebietes "Moerser Straße (West)" gegenüber der Kläranlage und der Gaststätte "Bierbrunnen"
19.03.2006
Das Museum "Haus des Bergmanns" auf der Ebertstraße wird in Anwesenheit von 200 Ehrengästen feierlich eröffnet
April 2006
Beginn der Restaurierung des "Alten Gartens" am Kamper Berg im Rahmen der Baumaß-nahme des "Wandelweges", der Lintfort vom Stephanswäldchen an der Zeche bis zum Kamper Berg verbinden soll
Sept. 2006
Die Deutschlandtochter von BenQ meldet Insolvenz an
Okt. 2006
Das Bergwerk West feiert in der Alten Lohnhalle das 100. Jubiläum der Zeche Friedrich Heinrich
29.10.2006
Mit einem Festakt feiert die Belegschaft des Verbund-Bergwerks West in der Alten Lohn-halle die 100-jährige Bergbau-Tradition in Kamp-Lintfort
2007
Die Müllverbrennungsanlage Asdonkshof feiert ihr zehnjähriges Jubiläum
2007
Die Stadtwerke feiern ihr zehnjähriges Jubiläum
31.01.2007
Die definitiv letzte Schicht für die letzten 160 Mitarbeiter von BenQ wird gefahren
07.02.2007
Beginn der Vorarbeiten zur Verfüllung von Schacht 3 (Norddeutschland)
Anf. Mai 2007
Der "Alte Garten" am Kloster Kamp wird eingeweiht
Ende Mai 2007
Der (neu gestaltete) "Prinzenplatz" vor dem Real-Markt wird eingeweiht
Juni 2007
Die belgische Firma OPTION nimmt mit 53 ehemaligen BenQ-Ingenieuren ihre Arbeit auf dem ehemaligen Siemens-/BenQ-Gelände auf
Sept. 2007
Mit einem Tag der Offenen Tür feiert das St. Bernhard-Hospital sein 40-jähriges Bestehen
2008
Der MFC Modellflugclub Niederrhein e.V. feiert sein 50. Vereinsjubiläum
21.04.2008
Auf einer Versammlung im Josef-Jürgens-Haus wird die Verfügung des Münsteraner Bi-schofs verkündet, daß voraussichtlich in 2009 St. Paulus und in 2012 St. Barbara als Kir-chenstandorte aus Kostengründen und wegen zurückgehender Besucherzahlen bei den Gottesdiensten aufgegeben werden sollen
Nov. 2008
Die Stadt Kamp-Lintfort erhält zusammen mit Kleve den Zuschlag für die Einrichtung einer Fachhochschule "Nördlicher Niederrhein"
17.12.2008
Einweihung des Kommunalen Rechenzentrums Niederrhein KRZN, das von Moers ins ehemalige BenQ-Gebäude umgezogen war
Anf. 2009
Die Fachhochschule erhält offiziell den Namen "Fachhochschule Rhein-Waal"
Febr. 2009
Nach 15-monatiger Bauzeit wird der historische Gewölbekeller des Klosters neu eröffnet
18.02.2009
Wegen einer anonymen Bombendrohung müssen mit über 400 Helfern und zahlreichen Krankenwagen 280 Patienten des St. Bernhard-Hospitals evakuiert und in der Eyller Turn-halle bzw. in anderen Krankenhäusern untergebracht werden
März 2009
Beginn der Bauarbeiten zur Umgestaltung der Fußgängerzone auf der Moerser Straße zwischen Friedrich-Heinrich-Allee und Kolkschenstraße
Ende Juni 2009
Das 100-jährige Bestehen der Altsiedlung wird mit einem großen Festtag auf dem Ebert-platz gefeiert
Sommer 2009
Mit Ende des Schuljahres wird nach fast 100 Jahren die 1915 erbaute Wilhelmschule auf-gelöst und das Gebäude an die Grafschaft Moers Siedlungs- und Wohnungsbau GmbH verkauft
Sommer 2009
Beginn der Abrißarbeiten der sog. "Drei Weißen Riesen"
26.07.2009
Entweihung der Paulus-Kirche im Niersenbruch und danach Beginn der Abrißarbeiten
08.08.2009
Einweihung der neu gestalteten Fußgängerzone auf der Moerser Straße zwischen Fried-rich-Heinrich-Allee und Kolkschenstraße
17.08.2009
Die ersten Studenten schreiben sich an der Fachhochschule Rhein-Waal ein
Aug. 2009
BGM Dr. Christoph Landscheidt erzielt bei den Wahlen einen historischen Erfolg, denn er wird mit 73,87 Prozent der Stimmen wieder gewählt
21.09.2009
Aufnahme des Studienbetriebes an der Fachhochschule mit 34 Studenten, wobei für die Lehrveranstaltungen das leerstehende Gebäude des ehemaligen Call-Centers der Deut-schen Post AG genutzt wird
Okt. 2009
Mit einem großen Festakt in der Alten Scheune auf dem Kamper Berg feiert der Ortsverband des Heimatvereins Niederrhein e.V. sein 50-jähriges Bestehen
Ende Nov. 2009
Die über 50 ehemaligen BenQ-Ingenieure werden von der Fa. Wireless Option aus Belgien gekündigt, da die Filiale in Kamp-Lintfort wegen der Weltwirtschaftskrise aufgegeben wird
23.12.2009
Die Stadt Kamp-Lintfort unterzeichnet den Kaufvertrag über das ABC-Gelände und Teilflä-chen des Bergwerkes West, womit der eigentliche Startschuß zur Errichtung der Hoch-schule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort und zur Umnutzung der Bergwerksfläche gegeben ist
2010
Die Stadt Kamp-Lintfort kann auf 60 Jahre ihres Bestehens zurückschauen
2010
Ende der Städtepartnerschaft mit Chester-le-Street, das Ortsteil von Durham wird
Jan. 2010
Der Kaufvertrag über das ABC-Gelände und Teilflächen des Bergwerkes West wird feier-lich unterzeichnet; somit kann der Bau der neuen Fachhochschule endlich beginnen
10.01.2010
Pfarrer Markus Dördelmann wird nach neunzehn Jahren Tätigkeit in der Pfarrgemeinde St. Josef verabschiedet
April 2010
Pater Dr. Georg Geisbauer vom Orden der Karmeliter und Schwester Hildgard Pasch ver-lassen Kamp-Lintfort; Pater Georg war seit 1989 Seelsorger in der Pfarrgemeinde Lieb-frauen; Schwester Hildgard lebte 26 Jahre in Kamp-Lintfort
Juni 2010
Das Schuhhaus op de Hipt feiert sein 110-jähriges Firmenjubiläum
01.07.2010
Reinhard Fox gibt die Leitung des Bergwerks West überraschend auf und Karl-Heinz Stenmanns übernimmt die Nachfolge bis zum Auslauf des Bergbaus in Kamp-Lintfort Ende 2012
15.08.2010
Der langjährige und in der Bevölkerung sehr beliebte Ex-Bürgermeister Karl Flügel verstirbt
Okt. 2010
Schaffung von Wohnmöglichkeiten für ausländische Studenten an der Oststraße mit Hilfe des Studentenwerks Düsseldorf
Dez. 2010
Sprengung des letzten der drei Weißen Riesen
April 2011
Mit der Stadt Dremit an der westlichen Mittelmeerküste in der Nähe der Großstädte Izmir und Istambul wird eine Städtepartnerschaft vereinbart
Sept. 2011
Einweihung der neuen Feuerwache an der Eyller Straße
24. - 25.09.2011
Der Schützenverein Altfeld-Saalhoff feiert mit einem großen Schützenfest sein 100-jähri-ges Bestehen
04.12.2011
Die Barbarakirche im Geisbruch feiert ihren 50. Geburtstag
Dez. 2011
Die alteingesessene Buchhandlung Broekmann schließt ihre Pforten
Jan. 2012
Ein erster Allgemeiner Studentenausschuß (AStA) wird an der Fachhochschule gegründet
19.01.2012
Richtfest des neuen Einkaufszentrum "Drei Eichen"
07.03.2012
Der Abriß des alten Spaßbades am Pappelsee beginnt
Anf. April 2012
Einweihung der neuen Sportanlage an der Franzstraße nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes
14. - 15.04.2012
Einweihung des neuen Panoramabades am Pappelsee
Ende April 2012
Martin Notthoff wird vom Stadtrat einstimmig zum neuen Kämmerer gewählt
Mai 2012
Der KKV feiert sein 33-jähriges Bestehen
Mai 2012
Nach umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen kann die Eyller Sport-halle wieder eröffnet werden
22.06.2012
Mit einem Festakt und Schulhoffest wird der neue Name des Gymnasiums gefeiert, das nun offiziell "Georg Forster Gymnasium" (GFG) heißt
05.07.2012
Nach rund 18-monatiger Bauzeit wird das neue Einkaufszentrum "EK3" gegenüber dem Alten Rathaus feierlich durch Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt eröffnet
07.07.2012
Zum 25. Mal findet das Stadtschützenfest statt
15. - 17.07.2012
Das Bergwerk West lädt zu einem Tag der Offenen Tür ein
31.07.2012
In der Marienkirche wird das 85. Jahr der Einweihung gefeiert
22.09.2012
Die Kirchengemeinde St. Josef lädt zu einem Abend der Erinnerungen in die Marienkirche ein
07.10.2012
Die Profanierung von St. Marien durch Weihbischof Theising erfolgt
28.10.2012
Die Friedenskirche auf der Königsstraße 87 feiert ihren 100. Geburtstag
28.10.2012
Der Knappen-Gesangsverein Friedrich-Heinrich feiert in der Alten Lohnhalle mit einem Ju-biläumskonzert in der Alten Lohnhalle seinen 100. Geburtstag
Anf. Nov. 2012
Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein e.V. feiert in der Alten Lohnhalle mit über 300 Menschen ihr 25-jähriges Bestehen
Mitte Nov. 2012
Beginn der Abrißarbeiten der Diesterweg-Hauptschule an der Pestalozzistraße
21.12.2012
"Schicht im Schacht", denn die letzte Kohle auf "Fritzen Henn" wird gefördert, als um 10.35 Uhr in Anwesenheit von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zum letzten Male die Glocke läutet, die das Ankommen des Fahrstuhls ankündigt
31.12.2012
Schließung des Bergwerks West nach gut 107 Jahren Bergbautradition in Kamp-Lintfort
- Kamp-Lintfort nach dem Ende des Bergbaus -
01.01.2013
Die Fa. Automobile Dinnebier GmbH übernimmt den Geschäftsbetrieb der insolventen Franken Service GmbH an den Standorten Kamp-Lintfort, Moers, Rheinhausen, Kaßler-feld, Krefeld und Neumühl
10.03.2013
Nach Rücktritt des gesamten Vorstands muß der SV Lintfort e.V. abgewickelt werden
01.05.2013
Der 50. Geburtstag der Motocross-Rennstrecke am Eyller Berg wird gefeiert
09. - 15.07.2013
Mit einer Festwoche feiert das St. Hedwig-Altenheim sein 25-jähriges Bestehen, das mit einem großen Fest samt Festreden am Samstag, dem 13. Juli, ab 11 Uhr seinen Höhe-punkt findet
13. - 15.07.2013
An diesem Wochenende feiert die Freiwillige Feuerwehr in Kamp ihr 100-jähriges Bestehen
Mitte Aug. 2013
Das neue DRK-Haus gegenüber der neuen Feuerwache an der Kreuzung Gohr- und Eyller Straße wird eingeweiht
Sommer 2013
Das Studentenwerk Düsseldorf kauft die ehemalige Villa Kellermann samt dem 3.850 qm Grundstück, um dort Wohnraum für 100 Studenten zu schaffen
Sommer 2013
Auf dem Bergwerk West beginnt die Verfüllung der Schächte
Anf. Okt. 2013
Der "Förderverein Christuskirche", der sich für den Erhalt der Christuskirche einsetzt, wird gegründet; die Sanierung der Kirche soll zum 100. Jubiläum 2017 abgeschlossen sein
19.10.2013
Das Hotel zur Post (Ecke Friedrich-Heinrich-Allee/Moerser Straße) feiert 100. Jubiläum
Ab 2014
Die ehemalige Barbarakirche an der Mittelstraße im Geisbruch wird als Kolumbarium ge-nutzt und soll in den nächsten 15 Jahren 750 Urnen aufnehmen
2014
Der BMSV Kamp-Lintfort von 1964 e.V. feiert sein 50-jähriges Bestehen; zudem gibt es eine Neuauflage der Vereinschronik
2014
Der Schachverein "Turm" Kamp-Lintfort e.V. feiert sein 80. Vereinsjubiläum
2014
Die Basketballgemeinschaft Kamp-Lintfort feiert ihr 60. Vereinsjubiläum
Febr. 2014
Die in 3. Generation geführte Zahnarztpraxis Holland auf der Moerser Straße feiert ihr 100-jähriges Bestehen
04. - 05.04.2014
Einweihung der Gebäude der Hochschule mit einem "Tag der Offenen Tür"
05.04.2014
"Tag der Offenen Tür" im St. Bernhard-Hospital mit Vorstellung des neuen Dialysezentrums
09.04.2014
Das Georg-Foster-Gymnasium feiert sein 50-jähriges Bestehen
Mai 2014
Beginn der Erneuerung der Sportanlage am Kamper Berg
29.05. - 01.06.2014
Die Neuapostolische Kirchengemeinde feiert ihr 100-jähriges Bestehen
07. - 15.06.2014
Mit einer Festwoche feiert der TUS Fichte Lintfort 1914 e.V. sein 100. Vereinsjubiläum
Aug. 2014
Startschuß für den Ausbau eines schnellen Internets; bis April 2015 sollen 16.000 Haus-halte Zugriff haben
05.09.2014
An diesem Freitag fand in der Stadthalle ein großer Festakt anläßlich des 50. Bestehens des Gymnasiums statt; außerdem gab es ein buntes Schulfest und abends trafen sich ehemalige Schüler im ABC-Cafe auf der Ringstraße
09.09.2014
Beschluß des Bildungsausschusses zur Bildung einer Verbundschule aus Overberg- und Josefgrundschule unter dem Namen "Grundschule am Pappelsee" mit dem Zusatz "städti-sche Gemeinschaftsgrundschule mit katholischem Bekenntnisstandort"
Sept. 2014
Umzug der Volkshochschule in den Anbau der Diesterweg-Hauptschule an der Vinnstraße
2014
Die bosnisch-islamische Gemeinde Dzemata feiert ihr 30-jähriges Bestehen in der Stadthalle
Dez. 2014
Startschuß für das neue Baugebiet "Wohnen am Volkspark" an der Franzstraße
2015
Kamp-Lintfort bewirbt sich um die Ausrichtung der LAGA 2020; es finden mehrere Arenen statt und ein Förderverein wird gegründet
Jan. 2015
Der städtische Servicebetrieb ASK Kamp-Lintfort feiert sein zehnjähriges Bestehen
Jan. 2015
Wegen Baufälligkeit wird der Abriß des Edith-Stein-Hauses am Kamper Berg bekannt gegeben
April 2015
Das erste von vier Gebäuden des neuen Studentenwohnheims auf der Friedrich-Heinrich-Allee gegenüber der ehemaligen Zeche ist bezugsfertig
Mai 2015
Die Sparkasse Duisburg feiert das 150. Jubiläum der Sparkasse in Kamp-Lintfort
Juni 2015
Umbenennung der 2012 gegründeten Sekundarschule in "Europaschule Kamp-Lintfort - Städtische Sekundarschule"
06.09.2015
Profanierungsgottesdienst in der Barbarakirche
20.10.2015
Das Laga2020-Besichtigungsteam kommt nach Kamp-Lintfort
03.11.2015
Kamp-Lintfort bekommt den Zuschlag zur Ausrichtung der Landesgartenschau 2020
15.12.2015
Der Knappen-Gesangsverein Friedrich-Heinrich beschließt auf der Jahreshauptversamm-lung - mangels Nachwuchs und wegen Überalterung - seine Auflösung zum Jahresende
...
... wird fortgesetzt ...
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Chronologie der Postgeschichte von Kamp-Lintfort

- Von der Preußischen Zeit bis zur Jahrhundertwende (1815 - 1906) -
ca. 1850
Vom 15.11.1850 bis 31.03.1959 wurde in Preußen ein Vierringstempel mit den Nummer 1 - 1984 und 1987 verwendet. Die Nummer "231" steht für "Camp" (Rheinland im Königreich Preußen) und ist äußerst selten
1876
Das Postaufkommen in Camp (ausgenommen Wertsendungen) beträgt 17.600 eingegangene Briefe, 10.300 aufgegebene Briefe, 2.000 eingegangene Pakete, 1.100 aufgegebene Pakete
01.08.1878
Umwandlung der Postexpedition Camp in eine Postagentur (vergleichbar einer heutigen Poststelle)
01.08.1879
Verlegung der Postagentur von der Gaststätte Balthasar Bovenschen, Rheinberger Straße 8 8 nach Jockram, Abteiplatz 3
01.05.1888
Eröffnung der Postagentur in Hoerstgen, Abrechnungspostamt war das Postamt Geldern (bis April 1910, danach das Postamt Moers)
1890
Die Poststelle in Hoerstgen erhält eine Telegraphenbetriebsstelle mit beschränktem Tagesdienst
1892 - 1937
Die Poststelle in Hoerstgen wird von Heinrich Pousen verwaltet
31.10.1899
Zur Beleuchtung der Provinzialstraße und der Poststelle am Abteiplatz dienen fortan drei Petroleumlaternen
01.04.1901
Eröffnung der Postagentur in Kamperbruch beim Landwirt Hendriks
26.05.1902
Eröffnung einer öffentlichen Fernsprech- und Telegraphenunfallmeldestelle in der Poststelle Camperbruch
15.08.1904
An die Stelle der kaiserlichen Postwagen, die zwischen Kamp und Moers bzw. Geldern verkehrten, tritt die Privatpost Kamp-Rheinberg, die von Clemens Müsers in Kamperbrück, Hoerstgener Straße, betrieben wird
01.04.1905
Eröffnung der Privatpostverbindung Kamp-Geldern, die ebenfalls durch Clemens Müsers gestellt wird
- Vom Beginn des Bergbaus bis zum Ende des 1. Weltkriegs -
01.06.1909
Errichtung der Postagentur Lintfort in zwei Räumen der Zechenverwaltung
25.07.1911
Inbetriebnahme einer Telegraphen-Betriebsstelle in der Postagentur in Lintfort
01.12.1913
Umwandlung der Postagentur Lintfort in ein Postamt III. Ordnung
01.01.1914
Umzug des Postamtes in ein gemietetes Haus auf der Friedrich-Heinrich-Allee
15.02.1914
Einrichtung einer Fernsprechvermittlungsstelle im Postamt Lintfort
- Kamp-Lintfort zur Zeit der Weimarer Republik -
06.04.1920
Vermerk im Protokollbuch der Gemeinde Saalhoff über die Notwendigkeit eines öffentlichen Fernsprechers und Ersuch ans Postamt zwecks Einrichtung eines solchen
19.07.1920
Beschluß des Gemeinderates Saalhoff über die Zahlung von 380 M für die Umwandlung des Fernsprechanschlusses Keusen in eine öffentliche Fernsprechstelle
01.10.1920
Schließung der Postagentur Kamperbruch und Umwandlung in eine Telegraphenhilfsstelle
15.03.1924
Kauf des gemieteten Hauses auf der Friedrich-Heinrich-Allee durch die Deutsche Reichspost für 35.000 RM
01.04.1928
Auf Grund des großen Postaufkommens in Lintfort wird auf einem angrenzenden Grundstück ein neues Amt gebaut, das 1930/31 in Dienst gestellt wird
11.10.1929
Schreiben der Oberpostdirektion Düsseldorf an die Postämter im damaligen Kreis Moers, die jeweiligen Landzustellbezirke und die Strecken der Kraftpostlinien auf einer Karte einzuzeichnen
- Vom Nationalsozialismus bis zum Ende des 2. Weltkriegs -
1930er
(undatierte) Kostenberechnung des Postamtes Lintfort bzgl. des Landpostdienstes im Kamp-Lintforter Raum
01.04.1930 / Okt. 1931
Umbau- und Anbauarbeiten im Postgebäude auf der Friedrich-Heinrich-Allee
08.03.1932
Brief des Postamtes Moers an die OPD Düsseldorf über eine (mögliche) Kosteneinsparung des LKP I (Landkraftpostdienstfahrten im Kamp-Lintforter Raum
15.06.1932
Antrag der Poststelle in Saalhoff, eingehende und abgehende Sendungen zukünftig nicht mehr über Kamp, sondern über Lintfort abzuwickeln, sowie Bitte um Änderung des Weges der Landkraftpost, die nicht über Hoerstgen - Saalhoff - Kamp - Lintfort, sondern über Hoerstgen - Kamp - Saalhoff - Lintfort fahren soll
20.09.1934
Schreiben des Postamtes Xanten an den Bürgermeister in Kamp-Lintfort wegen Einrichtung einer Poststelle in Saalhoff; in Aussicht genommen ist der Land- und Schenkwirt Gerhard Pötters in Saalhoff Nr. 11 (heute: Weseler Straße 362)
1937 - 1955
Tilmann Grotwinkel, Schwiegersohn des Vorgängers Heinrich Pousen, verwaltet die Hoerstgener Poststelle
28.12.1943
Schreiben des Postamtes Moers an die RPD Düsseldorf über die Entlassung einer Hilfskraft der Poststelle Saalhoff wegen nachgewiesener Unterdrückung und Unterschlagung
21.03.1944
Verfügung des Bürgermeisters Hubert Lesaar, daß beim Fertigen von Schriftstücken, "die zur Post gegeben werden, jeweils im Briefkopf vor ‚Kamp-Lintfort' die Postleitzahl (22) zu setzen (ist)"
- Von der Nachkriegszeit bis zur Stadtgründung 1950 -
Oktober 1947
Lintfort verwendet im Stempel die Postgebietsleitzahl "22a"
02.03.1948
Antrag des Gemeindedirektors von Kamp-Lintfort an die Oberpostdirektion auf postalische Umbenennung von "Lintfort, Kreis Moers" in "Kamp-Lintfort"; der Antrag wird jedoch am 22. März abgelehnt
- Die Stadtgründung und die fünfziger Jahre -
1955 - 1977
Heinrich Grotwinkel, Sohn des Vorgängers Tillmann Grotwinkel, verwaltet die Hoerstgener Poststelle
16.10.1957
Vor Eröffnung der Postfiliale Kamp-Lintfort 5 auf der Wiesenbruchstr. 45 im Ortsteil Niersenbruch besteht ab diesem Tage im Friseursalon Grammel eine provisorische Poststelle auf der Wiesenbruchstraße Nr. 35; aufgegebene Sendungen werden mit dem Nebenstempel "(22a) Kamp-Lintfort 1A" versehen, das Wertzeichen dann auf dem Hauptpostamt mit dem Tagesstempel entwertet
- Die sechziger Jahre -
06.05.1960
Einrichtung des Postamtes 4 auf der Ferdinantenstraße im Geisbruch
1961
Mit Einführung der Postleitzahlen verwendet Kamp-Lintfort die Postleitzahl "4132"
01.09.1963
Inbetriebnahme des Postamtes Kamp-Lintfort 5 im Niersenbruch
16.02.1964
Gründung des Briefmarkensammlervereins Kamp-Lintfort von 1964 im Eyller Eck
Mai 1965
Auch in Kamp-Lintfort erfolgt die Motorisierung der Postzustellung
14.05.1965
Kurz vor Schalterschluß wird die Postnebenstelle Geisbruch überfallen, wobei 12.000,- DM erbeutet wurden
15.12.1968
Nach umfangreichen Umbauarbeiten zwecks Verbesserung der Fernsprechvermittlung kann das provisorisch im Hause Hoenmanns untergebrachte Postamt wieder ins angestammte Gebäude Ecke Friedrich-Heinrich-Allee/Ringstraße zurückkehren
- Die siebziger Jahre -
01.01.1970
Das Postamt Kamp-Lintfort verliert seinen Verwaltungsdienst, der im Zuge der Zentralisierung zum Postamt Moers - als zentralem und wichtigsten Postamt des Kreises - verlagert wird
Januar 1971
In Kamp-Lintfort werden 16 km Kunststoffkabel verlegt zur Verbesserung der Telekommunikation
24.06.1971
Beginn des Baus der heutigen Hauptpost
27.03.1972
Richtfest des neuen Kamp-Lintforter Postamtes Ecke Wilhelm- / Kamperdickstraße
12.09.1972
Inbetriebnahme einer neuen Fernsprechvermittlungsstelle an der Saalhoffer Straße / Vierquartieren
16.05.1973
Eröffnung des neuen Hauptpostamtes; neben dem Hauptpostamt (Kamp-Lintfort 1) und den Nebenstellen Kamp (Kamp-Lintfort 2) und Hoerstgen (Kamp-Lintfort 3) werden die Zweigstellen Geisbruch (Kamp-Lintfort 4) und Niersenbruch (Kamp-Lintfort 5) eingerichtet
Mitte Mai 1976
Inbetriebnahme einer neuen Ortsvermittlungsstelle im Gestfeld
1977 - 1994
Wilhelm Kerkmann verwaltet die neue Poststelle in Hoerstgen
- Die achtziger Jahre -
1981 - 1982
Verlegung von Breitbandkabeln für das "Fernsehbild aus der Steckdose" für Gebiete im Geisbruch, Gestfeld und in der Altsiedlung
26.04.1984
Richtfest der neuen Ortsvermittlungsstelle auf dem Gelände des alten Postamtes an der Friedrich-Heinrich-Allee / Ecke Ringstraße, die 1985 fertiggestellt wurde
12.10.1987
Auch am Postamt 1 (Lintfort) gibt es nun einen Münzwertzeichendrucker, an dem Automatenmarken gezogen werden können
1989
Beginn der Rationalisierung und Schließung des Nebenstelle Kamp (Kamp-Lintfort 2)
- Die neunziger Jahre -
April 1993
Mit Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen verwendet Kamp-Lintfort die Postleitzahl "47475"
25.09.1993
Schließung der Nebenstelle Niersenbruch (Kamp-Lintfort 5)
Dez. 1994
Schließung der Nebenstelle Hoerstgen (Kamp-Lintfort 3)
28.12.1994
Eröffnung der Postagentur in Hoerstgen im Lebensmittelgeschäft Brill
31.12.1996
Aufgabe der Postagentur in Hoerstgen
Febr. 1998
Schließung der Nebenstelle Geisbruch (Kamp-Lintfort 4); Eröffnung der Postagentur auf der Ferdinantenstraße im Zeitschriftenhandel Müller-Leschnikowski
Okt. 1998
Der BMSV Kamp-Lintfort von 1964 veranstaltet eine Rang-3-Ausstellung "875 Jahre Kloster Kamp" in der Stadthalle
- Die Zeit des Strukturwandels (2000 - 2012) -
07.01.2000
Die Stadt Kamp-Lintfort feiert ihr 50. Bestehen und es gibt ein Sonderpostamt im Rathaus
27.11.2000
Nach Umbau erfolgt die Neueröffnung der Postfiliale
Januar 2004
Auch die Kamp-Lintforter Postfiliale verwendet die neuen Labeldrucker
09. - 10.10.2004
Der BSV Kamp-Lintfort von 1964 feiert sein 40-jähriges Bestehen im Kolpinghaus mit der "1. Niederrhein-Phila", einer großen Briefmarkenschau mit Ein-Rahmen-Wettbewerb und Großtauschtagen; insgesamt besuchen über 240 Gäste die Veranstaltung
30.07.2007
Durch die Eintragung ins Vereinsregister des Amtsgerichtes Rheinberg darf sich der BSV Kamp-Lintfort von 1964 nun "e.V." nennen; gleichzeitig erfolgt eine Namenserweiterung, so daß der Verein ab sofort "Briefmarken- und Münzsammlerverein Kamp-Lintfort von 1964 e.V." heißt
22. - 23.09.2007
Der BSMV Kamp-Lintfort von 1964 e.V. veranstaltet zum 2. Mal in seiner Geschichte eine Rang-3-Ausstellung anläßlich "100 Jahre Steinkohlenbergbau in Kamp-Lintfort" (mit großer Sonderschau "2. Niederrhein-Phila" und einem Sonderpostamt), wobei erstmals im Gebiet des VdPh in NRW e.V. auch Ansichtskarten im Wettbewerb gezeigt werden; die Ausstellung findet in der Alten Lohnhalle des Bergwerks West statt; es kommen - trotz des schönen Wetters - um die 500 Besucher
Oktober 2007
Auf der Kattenstraße eröffnet ein "Post Point"
Februar 2008
Der "Post Point" auf der Kattenstraße wird wieder geschlossen
02.08.2008
Neueröffnung des "Post Points" in der Trinkhalle von Monika Pohle auf der Marienstraße, der nach Aufgabe der Trinkhalle kurz danach wieder geschlossen wird
Juni 2009
Der neue Besitzer der Trinkhalle auf der Marienstraße eröffnet erneut einen "Post Point"
2009
Der BMSV Kamp-Lintfort von 1964 feiert sein 45-jähriges Vereinsjubiläum
2010
Eröffnung eines Postpoints in der Trinkhalle auf der Moerser Straße 363a
Herbst 2010
Der "Post Point" in der Trinkhalle auf der Marienstraße wird erneut geschlossen
2011
Eröffnung eines Postpoints im Zeitschriftenladen Worthmann im Real-Markt
2012
Eröffnung eines Postpoints im Zeitschriftenladen Worthmann im EK3
Mai 2012
Die Post setzt drei Elektro-Transporter zum Austragen der Briefe und Pakete ein
Dezember 2013
Zum 50. Jubiläum im Jahre 2014 entwirft der BMSV Kamp-Lintfort von 1964 e.V. eine 50-teilige Ansichtskartenserie mit alten Camp-Lintforter Motiven, die die alten Ortsgemeinden und die Zeche Friedrich Heinrich thematisieren
- Kamp-Lintfort nach dem Ende des Bergbaus -
2014
Der BMSV Kamp-Lintfort von 1964 e.V. feiert sein 50-jähriges Bestehen
29.01.2014
Anläßlich des Vereinsjubiläums erscheint eine fünfteilige Serie mit Marken Individuell der Dt. Post AG, die alte Lithographien von Camp aus den Jahren 1897 und 1900 zeigen. Zudem veröffentlicht der Verein - ab diesem Jahr - eine mehrteilige Ansichtskartenserie, die alte Camp-Lintforter Motive zeigt
Aug. 2014
Startschuß für den Ausbau eines schnellen Internets; bis April 2015 sollen 16.000 Haushalte Zugriff haben
Febr. 2015
Anläßlich der Bewerbung der Stadt Kamp-Lintfort um die Ausrichtung der Landesgartenschau im Jahre 2020 (LAGA 2020) erscheint eine Marke Individuell der Dt. Post AG mit dem LAGA-2020-Emblem und dem Zusatz "Kamp-Lintfort bewirbt sich"; zusätzlich gibt es Marke und Emblem auf einer kombinierten Ganzsache / Bildpostkarte
Mai 2015
Auch in Kamp-Lintfort gibt es nun in allen Stadtteilen eine schnelle Internetverbindung
Sommer 2015
Einrichtung eines kostenlosen WLANs in der Kamp-Lintforter Innenstadt
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Literatur

Eine ausführliche Bibliographie des Stadtarchivs der Stadt Kamp-Lintfort finden Sie auf unserer "Bibliographie"-Seite!

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